Elisabeth F. flüchtete vor Vater nach Wien: Freundin & Nachbar wussten von Missbrauch
- Gaben Wissen aus Angst vor Josef F. nicht weiter
- Laut Plassnik kein Image-Problem nach Inzest-Fall

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Zugang nicht verdächtig
Eine ehemalige Jugendfreundin von Elisabeth F. soll von dem Missbrauch durch deren Vater gewusst haben. Das sagte ein Mann, der vier Jahre als Untermieter direkt über dem Verlies gewohnt hat, in einem TV-Interview. "Sie ist vergewaltigt worden von ihrem Vater", so der ehemalige Nachbar.
Elisabeth F. sei damals gemeinsam mit einer Jugendfreundin nach Wien geflüchtet, jedoch wieder zurückgebracht worden, erzählte der Mann gegenüber ATV. Angeblich wollte sie erneut "abhauen", soll die Jugendfreundin und Nachbarin dem Mann erzählt haben. Die beiden hätten Angst vor dem mutmaßlichen Täter gehabt, deshalb hätten sie der Polizei nichts von den Vergewaltigungen erzählt.
Keine Imageprobleme für Österreich
Nachdem sich Bundeskanzler Gusenbauer wegen des Inzest-Falls von Amstetten um den internationalen Ruf Österreichs besorgt zeigte, hat Außenministerin Ursula Plassnik bei ihren derzeitigen Gesprächen mit Diplomaten aus aller Welt in New York keinerlei Image-Probleme festgestellt. Das Thema sei überhaupt nicht aufgekommen, hieß es am Freitag aus ihrer Umgebung. Nach Gesprächen mit unterschiedlichen Regionalgruppen bei den Vereinten Nationen sei deutlich zum Ausdruck gekommen, dass Österreich ein verlässlicher UNO-Partner sei, dem man Vertrauen entgegen bringen könne, zitierte Sprecherin Monika Dajc die Ministerin.
(apa/red)
