Josef F. schon seit 1960ern amtsbekannt: Strafakt mit schweren Delikten aufgetaucht
- Linz: Einschlägige Dokumente in Archiven entdeckt
- Wurden nun direkt nach Niederösterreich übermittelt
In den Akten: Exhibitionismus & versuchte Notzucht

·Paparazzi lauern auf Bäumen vor Spital
Inzest-Fall: Verlies-Tür wird derzeit untersucht
·Hätte man Familie früher retten können?
Opfer bei Feuerbeschau im Keller nicht entdeckt!
·Österreich-Image: "Land der Verliese"
Ansehen der Republik gerät jetzt ins Wanken
·DNA-Test bestätigt
6-fache Vaterschaft
Spuren des Verdächtigen auf gefälschen Briefen
·Die BILDER vom Verlies in Amstetten
Hier mussten Elisabeth F. und ihre Kinder leben
·Die Chronologie des Missbrauch-Dramas!
KLICKEN: Der grausame Inzestfall von Amstetten
·INFO: Inzest-Verbot und Ödipuskomplex
Hintergrundinformationen über Motive und Gesetze
·Unterkellerter Zubau wurde 1978 genehmigt
Baubehörde: Geheim-
Zugang nicht verdächtig
·"Er ist gefühlskalt und machtbesessen"
NEWS: Psychiater Haller im Gespräch über Josef F.
Über die Vergangenheit von Josef F., im Inzest-Fall von Amstetten verhafteter 73-Jähriger, sind weitere Dokumente aufgetaucht, die belegen sollen, dass Polizei und Gerichte sich mit ihm bereits in den 1960er Jahren im Zusammenhang mit strafbaren Handlungen befasst haben: Sowohl ein Gerichtsakt von einer Vergewaltigung von Josef F. an einer Linzerin im Oktober 1967 als auch ein Polizeibericht über F. liege noch vor.
Wie die oberösterreichischen Nachrichten berichteten, habe sich der Strafakt bereits im Oberösterreichischen Landesarchiv befunden, wo alle vom Landesgericht ausgeschiedenen Akten archiviert, auf ihre historische Relevanz überprüft und abgelegt werden. Die Sperrfrist für die Akten zur Einsicht der Bevölkerung betrage 50 Jahre. Der Akt sei direkt an die Staatsanwaltschaft und das Landesgericht St. Pölten gegangen. Eine Bestätigung dafür war vorerst weder im Landearchiv noch bei den oberösterreichischen Polizei- und Justizbehörden möglich.
Die Zeitung zitiert eine Stellungnahme aus St. Pölten: "Natürlich haben diese dokumentierten Vortaten eine Relevanz auf den jetzigen Fall. Wir wissen aber noch nicht, was drinnen steht und müssen uns das genau anschauen." Vor allem interessiere die Ermittler, ob es damals ein psychiatrisches Gutachten über die Gefährlichkeitsprognose des heute Verdächtigen gegeben habe.
Vorwurf der Vergewaltigung
Die OÖN zitieren aus dem Jahresbericht der Bundespolizeidirektion Linz für das Jahr 1967. Neben dem Vorwurf der Vergewaltigung an einer damals 24-Jährigen im Oktober wird darin angeführt, dass Josef F. bereits im September versucht habe, eine in Linz-Ebelsberg spazieren gehende 21-Jährige in den Wald zu zerren und zu vergewaltigen. Darüber hinaus verweist die Zeitung auf einen eigenen Bericht vom 27. Oktober 1967 über den damaligen Fall. Darin sei noch eine weitere Straftat angeführt: "Der Linzer Polizei war der Mann jedoch kein Unbekannter mehr: Wegen zweier einschlägiger Delikte, einmal wegen Exhibition und das andere Mal wegen versuchter Notzucht, war F. schon polizeilich registriert." Der Fall des Exhibitionismus sei allerdings in dem Jahresbericht der Polizeidirektion Linz nicht vermerkt gewesen, er sei damals über eine Presseaussendung mitgeteilt worden.
(apa/red)
