Josef F. schweigt: Ist derzeit zu keinen
weiteren Aussagen im Inzest-Fall bereit
- Verteidiger: "Ausführlich genug Stellung genommen"
- Staatsanwaltschaft wollte mit Befragung beginnen

·Ermittlungen: Kein Hinweis auf Mittäter
PLUS: Vertraulicher Tipp brachte den Fall ins Rollen
·"Er ist gefühlskalt und machtbesessen"
NEWS: Psychiater Haller im Gespräch über Josef F.
·Josef F. "ruhiger und unauffälliger Häftling"
Erhöhtes Sicherheits- bedürfnis in Haftanstalt
Aus dem Wunsch der Staatsanwaltschaft St. Pölten, in der kommenden Woche Josef F. umfassend zu befragen, dürfte nichts werden. "Mein Mandant macht derzeit keine Aussage", sagte der Rechtsbeistand des Mannes, der renommierte Wiener Strafverteidiger Rudolf Mayer.
"Er hat bei der Polizei schon ausführlich Stellung genommen", erklärte Mayer, nachdem er sich zuvor eineinhalb Stunden lang mit Josef F. in der Justizanstalt St. Pölten unterhalten hatte.
"Ganze Angelegenheit besprochen"
Bei der Unterredung habe sich der 73-Jährige "sehr vertrauensvoll" gezeigt. Über den Inhalt wollte Mayer unter Hinweis auf die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht und die laufenden Ermittlungen nichts bekanntgeben: "Wir haben die ganze Angelegenheit besprochen."
Josef F. sehe im Moment "keinen Grund", Fragen der zuständigen Staatsanwältin zu beantworten. "Derzeit ist keine weitere Einvernahme vonnöten", stellte Mayer fest.
(apa/red)
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