Montag, 28. April 2008

Kdolsky leistet Überzeugungsarbeit bei der Kinderbetreuung: Verhandlung mit Ländern

  • Treffen mit Vertretern der VP-Länder und Kärnten
  • Frauenministerin Bures: "Letzte Chance für heuer"

Familienministerin Kdolsky und Frauenministerin Bures gehen davon aus, dass nun auch die fünf Länder Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg die 15a-Vereinbarung zur Kinderbetreuung unterzeichnen. "Ich freue mich, dass nun alle Zweifel beseitigt sind und die Anstoßfinanzierung zur Kinderbetreuung und Sprachförderung von allen Bundesländern genutzt wird", betonte Kdolsky.

Auch Bures geht davon aus, "dass nunmehr alle Bundesländer ihre Chance nutzen und die Gelder des Bundes zum Ausbau von neuen Kinderbetreuungsplätzen abholen". Bei den Gesprächen habe man die von den vier SP-regierten Ländern bereits unterzeichnete 15a-Vereinbarung konkretisiert bzw. präzisiert - "und zwar mit dem Ziel der Schaffung von zusätzlichen bedarfsgerechten Kinderbetreuungsplätzen", erklärte Kdolsky.

In den Verhandlungen mit den fünf noch ausständigen Ländern wurde laut Kdolsky u.a. präzisiert, dass die Ausbildung und neue Besserqualifizierung von Tagesmüttern gefördert wird. Für 2009 solle auf Basis einer Evaluierung im Rahmen sozial gestaffelter Tarife auch die Förderung der Betreuung durch Tagesmütter ermöglicht werden.

Bures stellte klar, dass sich an der Zuständigkeit der Länder für die Kinderbetreuung nichts ändern werde. Der Bund übernehme die Ausbildungskosten für Tagesmütter, aber nicht die laufenden Personalkosten.

Die Tiroler Familienreferentin Zanon betonte, dass für die Länder "sinnvollere und nützlichere Lösungen" - etwa bei den Tagesmüttern - gefunden worden seien. Ungereimtheiten seien ausgeredet und klargestellt worden, berichtete die Sprecherin des Familienministeriums. Im Mai müssten die Landeshauptleute nun den Vertrag unterzeichnen, damit es im Juni die ersten Auszahlungen gibt.
(apa/red)

28.4.2008 22:02