Mittwoch, 23. April 2008

Burgenland hat größten Zuwachs an CO2: Ausstoß ist seit 1990 um 90,7 % gestiegen

  • Niedrigste Zuwächse in Wien, Salzburg & Vorarlberg
  • Ausbau Öffentlichen Verkehrs trägt zur Senkung bei

Das Burgenland hat im Verkehrsbereich seit 1990 von allen Bundesländern den höchsten Zuwachs an CO2-Emissionen. Knapp dahinter rangieren Gesamt-Österreich und Kärnten, während Wien den niedrigsten Zuwachs aufweist.

Wie aus den Daten des Umweltbundesamtes hervorgeht, sind die Treibhausgasausstöße im Burgenland seit dem Jahr 1990 um 90,7 Prozent gestiegen. Knapp dahinter liegt Oberösterreich mit plus 88,9 Prozent, an dritter Stelle des Negativ-Rankings liegt Kärnten mit 87,3 Prozent.

Jene Bundesländer, in denen der öffentliche Verkehr seit Beginn der Neunziger am besten ausgebaut worden ist, weisen auch die niedrigsten Zuwächse auf: Wien (plus 65,1 Prozent), Salzburg (plus 68,4 Prozent) und Vorarlberg (plus 68,5 Prozent) weisen die besten Ergebnisse auf. Allerdings: Auch hier haben Lkw-Verkehr und Kraftstoffexport zu einem Anstieg der CO2-Emissionen von 65 bis 68 Prozent geführt.

Pro Kopf verursacht der Verkehr in Vorarlberg mit 2,10 Tonnen je Einwohner die wenigsten Emissionen. Knapp dahinter liegt Wien mit 2,15 Tonnen pro Kopf. Den höchsten Pro Kopf-Ausstoß hat Tirol mit 3,9 Tonnen, wobei die Ursache der Transit ist. Rund 550.000 Lkw, die durch die Schweiz die kürzere Route hätten, würden über den Brenner fahren, weil in Österreich der Preis für Diesel und die Lkw-Maut niedriger seien.

(APA/red)

23.4.2008 11:51