Mittwoch, 30. April 2008

Feinschmecker lieben Flüsse, Bach und See: Süßwasser-Renaissance für heimischen Fisch

  • Zander, Wels, Hecht, Aal, Schleie, Neunauge, Huchen
  • NEWS: Christoph Wagner über die Süßwasserfische

Süßwasserfische haben wenig Kalorien, versorgen den Körper mit wertvollen Nährstoffen und senken den Cholesterinspiegel", sagt Star- und Sternekoch Heino Huber aus Bregenz. "Und wir brauchen sie nicht klimaschutzfeindlich Hunderte oder gar Tausende Kilometer zu transportieren."

Österreichs süße Wasser sind für Fischgourmets bestens sortiert. An Sortenreichtum mangelt es nicht. Zander und Welse tummeln sich hierzulande ebenso wie Aale, Hechte, Schleien, zuweilen sogar Neunaugen, Äschen und Huchen, um nur jene Arten zu nennen, die auch den Gaumen des Gourmets besonders erfreuen.

Schein und Sein
Von der Vorstellung, ein Süßwasserschlaraffenland zu sein, sind wir dennoch weit entfernt. Viele angebliche "Neusiedler-See-Zander" nehmen immer noch ihren Weg von Kanada oder Polen über die Tiefkühltruhe ins Burgenland. Das meiste, was als Waller auf den Tisch kommt, ist billiger Catfish aus meist afrikanischen Zuchtquellen.

Gräfliche Zuchten und wilde Fische
Gottlob kann gerade Österreich jedoch auf eine wachsende Zahl von auch ökologisch verantwortungsbewussten Süßwasser-Initiativen verweisen, die von Peter Brauchls berühmtem "Alpenlachs" und Alexander Questers köstlichen Mariazeller Wildsaiblingen über die hervorragenden Fische aus der gräflichen Zucht des Trauttmansdorff'schen Guts Dornau in Leobersdorf bis hin zu Waldviertler Karpfen und steirischen Teichwirten sowie etlichen Kaviar- und Flusskrebszüchtern reichen. Eine völlig neue Initiative, die sich ausschließlich auf Wildfangfische spezialisiert hat, ist der "Wilde Fisch aus Kärnten". Und auch der Aktion "Rettet den Traunseefisch" dürfte schon bald eine "wunderbare Fischvermehrung" im Salzkammergut beschieden sein.

Denn in einem sind sich Fischer und Fischzüchter einig: Ganz ohne Anstrengung funktioniert das erhoffte "Süßwasserfischwunder" nicht. "Vor allem müssen wir die Fische auch wieder mit Nahrung versorgen", gestand mir unlängst ein Tiroler Fischermeister. "Denn in Gewässern, in denen nur noch klinische Sauberkeit herrscht, verhungern uns die Fische."

Die ganze Geschichte lesen Sie im aktuellen NEWS Nr. 17/2008

30.4.2008 12:47