Nächster Lebensmittelskandal nach Italien: Slowenische Bio-Birnen pestizidverseucht!
- EU-weit verbotenes Pestizid soll gespritzt worden sein
- Möglicherweise 430 Tonnen Birnen kontaminiert

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Keine Strafmaßnahmen der EU zu erwarten
Nach Italien hat auch unser zweites südliches Nachbarland Slowenien einen handfesten Nahrungsmittelskandal. Ausgerechnet in einem Biobetrieb wurde die Verwendung eines EU-weit verbotenen Pestizids festgestellt. Ein Landwirt aus dem südostslowenischen Zdole bei Krsko soll seine Birnbäume mit dem Wachstumsregulator Chlormequat gespritzt haben, der nur für Getreide eingesetzt werden darf. Insgesamt wurden vom 31. März bis 10. April 5.574 Kilogramm verseuchte Birnen verkauft.
Der Bauer, der seine Produkte auch direkt an Kindergärten und Schulen geliefert hat, muss mit schweren Konsequenzen rechnen. Er wird nämlich nicht nur den Zertifikat eines Biobetriebs verlieren, sondern muss auch staatliche Förderungen zurückzahlen, die er für biologischen Anbau erhalten hat. Slowenien, das eine ähnlich kleinräumige Agrarstruktur wie Österreich hat, hält sich viel auf seine ökologische Landwirtschaft zugute. Österreich wird dabei immer wieder als Vorbild für naturnahe Bewirtschaftung, Nischenproduktion und Veredelung von Agrarerzeugnissen gesehen.
Die Tageszeitung "Delo" weist darauf hin, dass der Betrieb allein im Vorjahr 430 Tonnen Birnen angebaut hat, die vermutlich alle mit der verbotenen Substanz gespritzt waren. Schließlich habe der Bauer den Einsatz des Pestizids freimütig einbekannt. Die im Handel befindlichen kontaminierten Birnen seien bereits aus dem Verkehr gezogen, teilte das Gesundheitsinspektorat mit. Zugleich betonte es, dass Chlormequat weder für Menschen noch für die Umwelt ein besonderes Gefährdungspotenzial habe. Der Wirkstoff werde zudem rasch biologisch abgebaut.
(APA/red)
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