Streckenrekord beim Vienna City Marathon:
Neue Bestzeit für Kenianer Kirui mit 2:07:38
- Luminita Talpos konnte Titel bei Damen verteidigen
- Markus Hohenwarter mit 2:18:13 bester Österreicher
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Die Sieger von 1985 bis 2006: Männer und Frauen

Die 25. Auflage des "Vienna City Marathon" ist vom Streckenrekord des kenianischen Top-Favoriten Abel Kirui gekrönt worden. Der Zweite im Weltrekordrennen von Haile Gebrselassie (ETH) in Berlin im September 2007 unterbot bei guten Verhältnissen in 2:07:38 Stunden die Wien-Bestmarke des Marokkaners Lahoucine Mrikik aus dem Jahr 2006 um 42 Sekunden. Kirui erhält 15.000 Euro Siegesprämie und extra 10.000 Euro für die Zeit unter 2:08 Stunden.
Im Frauenrennen wiederholte in 2:26:43 die Rumänin Luminita Talpos den Vorjahreserfolg in der Donaumetropole. Als beste Österreicher belegten Markus Hohenwarter in 2:18:13 Stunden Platz zwölf und Ingrid Eichberger in 2:47:07 Rang sieben, beides waren persönliche Bestzeiten. In den sechs Bewerben des VCM gab es Teilnehmerrekord, es waren insgesamt 30.072 Athleten und Athletinnen aus über 100 Nationen genannt.
Top-Gruppe erst nach 30 Kilometern zerbröckelt
Lange hielt eine von den Tempomachern optimal geführte siebenköpfige Männer-Spitzengruppe zusammen, Kilometerzeiten von 3:00 Minuten versprachen eine absolute Topzeit. Die Gruppe zerbröckelte zunehmend und bei Kilometer 30 stiegen auch die letzten "Hasen" aus. Das Spitzenduo Abel Kirui und Debütant Duncan Kibet blieb bis Kilometer 37 zusammen, lief zu diesem Zeitpunkt sogar einen Schnitt von 2:55 bis 2:57 Minuten, ehe sich der erfahrenere Marathonläufer absetzte. Zweiter wurde Kibet in 2:08:33, Dritter mit Paul Biwott in 2:08:53 ein weiterer Kenianer.
"Ich bin froh, dass ich die 2:07 wie angekündigt auch gelaufen bin. Es ist zum Schluss doch ein bisschen zu warm geworden", sagte der 25-jährige Kirui, der im Vorjahr in Wien Dritter war. Auf den letzten Kilometern brach Kirui doch ein wenig ein. "Es lief fast planmäßig, die letzten drei Kilometer ist er leider etwas negativ 'explodiert'. Sonst wäre es eine Zeit um 2:06:30 geworden", sagte Rennleiter Mark Milde, der aber sehr zufrieden war.
Kärntner Duell nach Kilometer 34 beendet
Das Österreicher-Duell zwischen Roman Weger und Markus Hohenwarter war bei Kilometer 34 zu Ende, als Routinier Weger ausstieg. "Es war nicht mein Tag. Es hat schon bei Kilometer 16 angefangen. Ich war total weggetreten und einfach leer", sagte der Athlet von LC Villach und stellte sich in der ersten Enttäuschung als Läufer die Sinnfrage: "Da trainiert man 22 Wochen und dann kommt so was raus."
Sein Clubkollege Hohenwarter, im Vorjahr noch Tempomacher für Weger in Wien, verbesserte hingegen in seinem erst zweitem Karriere-Marathon nach Salzburg 2007 eine persönliche Bestzeit um 6:28 Minuten auf 2:18:13. "Ich hatte auf den letzten Kilometern Probleme mit dem Magen, aber die Beine waren in Ordnung", erzählte der Kärntner, der auf einer Erfolgswelle surft. Am 7. April wurde der 28-Jährige in Linz Halbmarathon-Staatsmeister, vor eineinhalb Wochen absolvierte der gelernte Maurer im zweiten Bildungsweg die Prüfung zum Heilmasseur erfolgreich.
Siegerin Talpos: "Bin nicht überrascht"
Das Frauenrennen war das drittschnellste in der Geschichte des Wien-Marathons. Talpos hatte es klug angelegt, sie nahm ausgangs der Mariahilfer Straße das Tempo mit und setzte sich vor dem Parlament von der Japanerin Tomo Morimoto, der Siegerin in Wien von 2006, ab. Die beiden hatten von Beginn an ein Spitzenduo gebildet. "Ich habe dafür trainiert, hier meinen Vorjahressieg zu verteidigen. Ich bin also nicht überrascht", sagte die Rumänin, die das nationale Olympialimit von 2:28 unterbot und sich für Peking qualifizierte. Morimoto wurde in 2:29:01 Zweite, die Kenianerin Beatrice Omwanza in 2:37:36 Dritte.
Die beste Österreicherin landete an siebenter Stelle. "Ich hatte Probleme mit dem Fuß, aber ich habe die Zähne zusammengebissen. Ich wollte als erste Frau ins Ziel laufen. Für eine Hobbyläuferin bin ich zufrieden", sagte Eichberger, die nach dem Ausfall von Susanne Pumper (positive Doping-A-Probe) stärkste Österreicherin am Start war. (apa/red)
