Wenn das Ohr nicht zu klingeln aufhört:
Ursache für Tinnitus und Hörsturz entdeckt
- Zu geringe Versorgung des Hörorgans mit Sauerstoff
- Proteine Neuroglobin und Cytoglobin mitverantwortlich

·Erst klingelt das Handy, dann das Ohr?
Langjährige Nutzung soll Tinnitus-Risiko erhöhen
·Was tun gegen das lästige Pfeifen im Ohr?
Netdoktor über die Ursachen von Tinnitus
Bei Erkrankungen wie Tinnitus und Hörsturz ist vermutlich die Versorgung des Innenohrs mit Sauerstoff gestört. In erster Linie erfolgt diese Versorgung über das Blut: Sauerstoff wird in der Lunge an das Hämoglobin der roten Blutkörperchen gebunden und dann im Zielorgan freigesetzt. Forscher der Universität Mainz haben jedoch den Verdacht, dass auch zwei Proteine zu den Ohrproblemen beitragen.
Die beiden erst vor wenigen Jahren entdeckten Proteine Neuroglobin und Cytoglobin binden Sauerstoff. Im Gegensatz zu Hämoglobin kommen die beiden Eiweiße aber in deutlich abgegrenzten Neuronengruppen des zentralen Nervensystems vor. Dazu zählen auch die Nervenzellen im auditorischen Hirnstamm, die die Verbindungen vom Gehirn zu den Sinneszellen im Ohr herstellen. Diese Zellen sorgen nach Angaben der Universität für die Wahrnehmung und Verstärkung des Schalls. Möglicherweise sind sie auch an der Entstehung von Geräuschen wie Tinnitus oder an der altersbedingten Schwerhörigkeit beteiligt, an der Millionen Menschen leiden. (apa/red)
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