Mittwoch, 23. April 2008

NEWS zitiert aus Anklageschrift im Mon- Chéri-Krimi: Staatsanwalt Rast im Wortlaut

  • Gift-Drama: Täter wird versuchter Mord vorgeworfen
  • Exklusiv: Zitate des Verteidigers des Angeklagten

Das Nachrichtenmagazin NEWS zitiert in seiner aktuellen Ausgabe erstmals wörtlich aus der Anklageschrift im Fall des vergifteten Spitzer Bürgermeisters Hannes Hirtzberger. In dem nur sieben Seiten umfassenden Papier für den Prozess am 19. Mai wird dem mutmaßlichen Täter, dem Heurigenwirten Helmut Osberger vorgeworfen, mittels 200 Milligramm Strychnin, dass er in eine Mon-Chéri -Praline gespritzt haben soll, getötet haben zu wollen. Demnach lautet die Anklage auch auf "versuchten Mord", welcher mit zehn Jahren bis zu lebenslanger Haft bestraft werden kann.

Allerdings stützt sich das Papier lediglich auf jenen DNA-Spur Osbergers, die die Polizei auf jener Grußkarte gefunden hatte, die dem Mon-Chéri beigegeben worden war. Weiters wartet der Staatsanwalt auch mit einem möglichen Motiv, der geplanten Umwidmung eines Grundstückes Osbergers auf, um darauf ein Thermalhotel bauen zu können. Laut Anklage hatte Osberger Kreditschulden in der Höhe von 1,3 Millionen Euro, jedoch nur ein monatliches Einkommen von 2.500 Euro.

Osbergers Verteidiger Nikolaus Rast erwartet einen Indizienprozess und rechnet mit einem Freispruch seines Mandanten.

Wenig Zweifel lässt die Anklage über den Gesundheitszustandes des nach wie vor im Spital befindlichen Bürgermeisters: "Trotz intensiver medizinischer Betreuung bestand wochenlang Lebensgefahr, er ist seither nicht mehr ansprechbar und ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine massive bleibende körperliche und geistige Behinderung zu erwarten."

Lesen Sie die ganze Story im NEWS 17/08!

23.4.2008 13:35