Freitag, 25. April 2008

Autobahnen spülen Geld in die Kassen: Mauteinnahmen legten '07 um 14 Prozent zu

  • Lkw- und Busmaut erwies sich als wahrer Preistreiber
  • Asfinag: Ohne Neubauten in 25 Jahren schuldenfrei

Die Mauteinnahmen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen haben 2007 um 14 Prozent auf 1,44 Mrd. Euro zugelegt. Treibend dabei war die Lkw- und Busmaut mit einem Plus von 19,2 Prozent auf 984 Mio. Euro. Die Einnahmen aus der Pkw-Maut beliefen sich auf 441 Mio. Euro, eine Zunahme um 3,8 Prozent. Der Löwenanteil entfiel dabei auf die Vignette (322 Mio. Euro, plus 4 Prozent).

Insbesondere weil die 2007 im Jahresverlauf erhöhte Lkw-Maut im Jahr 2008 ganzjährig wirksam ist und mit weiterem Verkehrszuwachs zu rechnen ist, sollen die Mauteinnahmen 2008 um 16 Prozent steigen, so Asfinag-Finanzvorstand Klaus Schierhackl. Die Maut-Mehreinnahmen 2007 seien einerseits auf die Anhebung der Lkw-Maut um durchschnittlich 4,2 Cent per 1.7.2007 und ein Verkehrswachstum im Schwerverkehr um 10 Prozent zurückzuführen. Je nach Investitionsvolumen ergibt sich für die nächsten Jahre ein jährlicher Nettofinanzierungsbedarf von 200 bis 500 Mio. Euro. Wobei mittlerweile die Lkw mit ausländischen Kennzeichen der Asfinag mehr Mauteinnahmen bringen als "Inländer".

Die staatliche Asfinag-Gruppe erzielte 2007 mit 2.646 Mitarbeitern ein Periodenergebnis von 649 Mio. Euro gegenüber 256 Mio. Euro im Jahr 2006. In dem Ergebnis von 2007 ist allerdings ein Sondereffekt in der Höhe von 310 Mio. Euro enthalten. Dabei handelt es sich um einen nicht cashwirksamen Einmaleffekt auf Grund der Umstellung des Jahresabschlusses auf den internationalen Bilanzierungsstandard IFRS.

Schierhackl betonte, dass die Asfinag das Straßennetz wirtschaftlich betreibe: "Ohne weitere Neubauten wären wir in ca. 25 Jahren schuldenfrei." 2007 kamen 42 Kilometer an neuen Strecken hinzu, für die Zukunft sind insgesamt 336 zusätzliche Straßenkilometer geplant. Derzeit ist das hochrangige Straßennetz 2.104 Kilometer lang.

(apa/red)

25.4.2008 09:39