ÖBB-Chef Huber ist ab heute Geschichte: Bahn-Generaldirektor tritt offiziell zurück
- Fragen über Abfertigung sollen noch geklärt werden
- Gewerkschafter Haberzettl gegen 'Golden Handshake'

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ein "Imageschlamassel"
ÖBB-Generaldirektor Martin Huber hat bereits offiziell seinen Rücktritt bekanntgegeben. Er wird sich heute aus allen Funktionen innerhalb der ÖBB zurückziehen. Grundlage dafür war eine Vereinbarung über die vorzeitige Vertragsauflösung mit dem Aufsichtsratspräsidium. Die sorgt jetzt im ÖBB-Kontrollgremium für heftigen Wirbel. Der Aufsichtsrat tagt heute.
Wie viel Huber für seinen rund eineinhalb Jahre verfrühten Abgang bekommt, ist nach wie vor noch unklar. Weder das Verkehrsministerium noch ÖBB-Aufsichtsratspräsident Horst Pöchhacker wollten eine Stellungnahme abgeben. Kolportiert wird eine Ablöse von einer halben bis über eine Millionen Euro. Eisenbahner-Gewerkschafter Haberzettl sprach sich erneut gegen einen Golden Handshake für Huber aus. Auch Grüne und BZÖ sprachen von gravierenden Verfehlungen Hubers und fordern Verkehrsminister Faymann auf, gegen die kolportierte Abfertigung vorzugehen.
Bilanz für 2007
Haberzettl legt Huber vor allem die hunderte Millionen schweren Finanzspekulationen zur Last. Der Aufsichtsrat wird die Bilanz für 2007 beschließen und dabei auch über die Finanzspekulationen der ÖBB in den vergangenen Jahren beraten.
Privates Immobiliengeschäft
Huber war auch ein privates Immobiliengeschäft mit einem namhaften ÖBB-Geschäftspartner zur Last gelegt worden. Er selbst begründete seinen Rücktritt am Montag damit, dass sich seine Vorstellungen zur weiteren Umsetzung des Restrukturierungsprozesses - insbesondere in den Bereichen Organisation und Personalmanagement - nicht mit der aktuellen Linie des Aufsichtsrats gedeckt hätten. Außerdem habe "die öffentlichen Diskussionen der vergangenen Wochen und Monate rund um die ÖBB und das Management" seine Arbeit für das Unternehmen "stark belastet".
(apa/red)

