Stamford Bridge uneinnehmbar: Chelsea
kann nach 2:1-Sieg zu ManU aufschließen
- Ballack mit beiden Toren Matchwinner für die "Blues"
- Pogatetz bringt "Boro" mit Eigentor in Abstiegsnot

Chelsea hat den Kampf um den englischen Fußball-Meistertitel wieder spannend gemacht. Die nunmehr seit 81 Liga-Partien an der heimischen Stamford Bridge ungeschlagenen Londoner besiegten vor rund 42.000 Zuschauern zu Hause Manchester United mit 2:1 und schlossen damit nach Punkten zum Titelverteidiger auf, haben allerdings das um 16 Treffer schlechtere Torverhältnis.
Chelsea-Held des Tages war Michael Ballack, der die "Blues" in der 45. Minute per Kopf in Führung brachte. Nach dem Ausgleich durch Rooney in der 56. Minute nach einem missglückten Rückpass von Carvalho sorgte der deutsche Teamkapitän in der 86. Minute durch einen allerdings fragwürdigen Elfer (der Schiedsrichter hatte ein Handspiel von Carrick gesehen) für den Siegestreffer. In der dramatischen Schlussphase warf ManU alles nach vorne, Ashley Cole und Schewtschenko retteten jedoch bei Versuchen von Ronaldo und Fletcher vor der Linie.
Trotz der Niederlage hat United im Titelrennen die besseren Karten. Mit Siegen in den abschließenden beiden Partien gegen West Ham (daheim) und den Scharner-Club Wigan (auswärts) wäre die erfolgreiche Titelverteidigung wohl perfekt. Die Londoner, die wegen des Todes der Mutter von Frank Lampard mit Trauerflor einliefen, treten noch in Newcastle und daheim gegen Bolton an und müssen auf einen Umfaller der "Red Devils" hoffen.
Pogatetz als Sargnagel
In Abstiegsgefahr befindet sich hingegen der österreichische Fußball-Teamspieler Emanuel Pogatetz mit seinem Club Middlesbrough. "Boro" verlor auswärts gegen Sunderland 2:3, wobei Pogatetz in der 90. Minute per Eigentor für den Siegestreffer der Gastgeber sorgte.
Middlesbrough liegt damit als 15. nur noch vier Punkte vor dem im Moment von Birmingham City gehaltenen ersten Abstiegsplatz. Einen Punkt mehr als der Pogatetz-Club hat Wigan auf dem Konto. Die "Latics" erreichten mit Paul Scharner vor eigenem Publikum gegen Reading ein 0:0. (apa/red)
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