'Geld allein spielt nicht Fußball': Rapid-Boss
Edlinger sieht den Leitsatz erneut bestätigt
- Meistermannschaft soll auch CL-Qualifikation schaffen
- Präsident freut sich über Sieg ohne dicke Brieftasche

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SK Rapid: Rekorde, Meilensteine & Triumphe
Zum zweiten Mal nach 2005 darf Rudolf Edlinger als Präsident von Rapid über einen österreichischen Fußball-Meistertitel jubeln. Die Freude über den 32. Titel wurde beim Ex-Finanzminister noch dadurch gesteigert, dass er seinen Leitsatz bestätigt sieht, wonach "Geld allein nicht Fußball spielt".
Schon vor drei Jahren ließen die Hütteldorfer mit der Austria einen finanziell potenteren Rivalen hinter sich, diesmal hatte Salzburg trotz der Red-Bull-Millionen das Nachsehen. "Wenn einer glaubt, er schüttet massenweise Geld in einen Verein und wird deswegen Meister, dann funktioniert das so nicht. Das hat man in der österreichischen Liga schon öfters gesehen und das ist es, was mich besonders freut."
Nicht nur dicke Brieftasche entscheidend
Im Titelrennen seien noch andere Qualitäten außer eine dicke Brieftasche entscheidend. "Man braucht Herz, eine zusammengeschweißte Mannschaft und ein zusammengeschweißtes Umfeld", betonte Edlinger, bei dem noch vor einigen Wochen der Glaube an den Titel schwand. "Nach dem 0:1 in Mattersburg (Anm.: am 14. März) hatte ich die Hoffnung eigentlich aufgegeben", gab der Clubchef zu.
Der 68-Jährige legt Wert darauf, dass er im Gegensatz zu diversen in Österreich tätigen Mäzenen keine Entscheidungen im sportlichen Bereich trifft. "Ich führe den Verein nur wirtschaftlich und repräsentativ. Ich habe nie behauptet, ein Fußball-Fachmann zu sein, sondern immer gesagt, dass ich nur die Leute hole, die Rapid sportlich auf Vordermann bringen sollen."
Budget 2008/09 beträgt knapp zwölf Millionen
Zur wirtschaftlichen Stabilität des Rekordmeisters hat Edlinger mit der Einfädelung des Sponsor-Deals mit OMV selbst einen wichtigen Beitrag geleistet. Das Budget für 2008/09 wird dennoch so wie in dieser Saison knapp zwölf Millionen Euro betragen, 800.000 Euro davon sollen aus dem Europacup in die Rapid-Kassa fließen.
Im Falle einer Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League würden sich diese Einnahmen um ein Vielfaches erhöhen. "Das ist auf jeden Fall unser Ziel. Wir werden ja nicht Meister, um in der Champions-League-Qualifikation gleich wieder auszuscheiden oder uns über die Doppelbelastung zu beschweren."
Meistermannschaft soll bleiben
Um die dritte Teilnahme an der Eliteliga soll laut Edlinger die aktuelle Mannschaft kämpfen, viele Verstärkungen seien nicht geplant. "Warum auch? Ich habe eine Meistermannschaft, von der mit Ausnahme von zwei Spielern (Anm.: Stefan Maierhofer und Mario Bazina) alle Spieler länger an den Verein gebunden sind." (apa/red)
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