Räikkönen holt sich die Pole in Barcelona:
Weltmeister vor Alonso und Kollege Massa
- Beste Zeit für Alonso seit seiner Rückkehr zu Renault
- Stärkster Red-Bull-Bolide dank Webber auf Platz 7
·Fernando Alonso bei Ferrari "unerwünscht"
Montezemolo: "Wäre, als wolle man sich schaden"
·Kampf des Top-Trios geht in nächste Runde
Barcelona-GP als Maßstab
für restliche F1-Saison
·Diese Herren saßen
in den Renn-Boliden
PORTRÄTS: Die 20 Fahrer
der zehn Formel-1-Teams
·ABSTIMMEN: Wer
wird F1-Weltmeister?
Hamilton oder Massa,
wer holt sich den Titel?

Nur 91 Tausendstelsekunden haben Fernando Alonso von der Pole-Position im Großen Preis von Spanien getrennt. Der Ex-Champion der Formel 1 erreichte bei seinem Heimrennen als Zweiter überraschend das beste Qualifying-Resultat seit der Rückkehr zu Renault, wurde erst im Finish von Weltmeister Kimi Räikkönen von der Spitze verdrängt. Der WM-Spitzenreiter aus Finnland startet im Ferrari erstmals in dieser Saison vom besten Startplatz. Der Australier Mark Webber belegte mit dem Red-Bull-Boliden Rang sieben (0,616 zurück).
Räikkönen markierte in 1:21,813 Minuten Bestzeit und hat nach seiner insgesamt 15. "Pole" gute Karten für seinen zweiten Saisonsieg nach Malaysia. Vor drei Jahren hatte er mit dieser Ausgangsposition auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona (mit einem McLaren-Mercedes) gewonnen. "Ich bin glücklicher mit dem Auto als im Vorjahr, dieser Startplatz sollte mit eine gute Chance für das Rennen geben", sagte der "Iceman". Der Brasilianer Felipe Massa erreichte im zweiten "roten Renner" die drittbeste Zeit (+0,245), der Engländer Lewis Hamilton kam als bester Silberpfeil-Pilot hinter dem Polen Robert Kubica (BMW-Sauber) auf Rang fünf.
Alonso: "Habe jede Sekunde gefightet"
Alonso, dem Zehntausende Fans zujubelten, hatte die Steigerung bei Renault bereits zuvor angedeutet, im Qualifying verbesserte er die bisher beste Startposition 2008 (Rang neun) deutlich. "Ich habe in jeder Sekunde gefightet, ich könnte nicht glücklicher sein", meinte der Spanier. Nach enttäuschendem Saisonbeginn habe man einen Sprung nach vorne gemacht. "Wir haben gesagt, wir müssen arbeiten und nicht jammern und werden uns weiter Schritt für Schritt steigern", erklärte Alonso. "Der zweite Platz ist aber mehr, als ich erwartet hätte."
Webber: "Gute Position für erste Rennphase"
Webber war zufrieden. "Wir haben uns in eine gute Position für die erste Rennphase gebracht, hoffentlich können wir da den Grundstein legen, um gute Punkte zu holen", sagte der Australier, der im 3. Freien Training am Vormittag Probleme mit seinem Boliden gehabt hatte.
Bei David Coulthard ging die gleiche Taktik hingegen nicht auf, er kam über Rang 17 nicht hinaus. "Das schockiert mich", sagte der Schotte, der wegen starkem Verkehr die Reifen in der ersten Phase nicht so aufwärmen konnte, wie es nötig gewesen wäre und ausschied. "Ich habe geglaubt, dass wir bis in die dritte Qualifying-Phase kommen, wir haben Risiko genommen, aber es ist sich nicht ausgegangen."
Schlechter Start für BMW-Sauber
Für BMW-Sauber, den Spitzenreiter in der Konstrukteurs-Wertung, gab es mit den Startplätzen vier (Robert Kubica) und neun (der WM-Zweite Nick Heidfeld) die bisher schlechteste Ausgangslage in dieser Saison. Der Deutsche Heidfeld war im dritten freien Training der Schnellste gewesen. (apa/red)
