Donnerstag, 15. Mai 2008

Pumper lässt B-Probe doch analysieren: Antrag von Athletin in letzter Minute gestellt

  • Negative B-Probe wäre äußerst unwahrscheinlich
  • Pumper war am 9. März positiv getesten worden

Langstreckenläuferin Susanne Pumper hat die Öffnung der B-Probe "zum ehestmöglichen Zeitpunkt" beantragt. Das berichtet eine österreichische Tageszeitung. Der 37-jährigen Wienerin war bei einer Wettkampfkontrolle am 9. März in Wien eine verbotene Substanz nachgewiesen worden.

Die Läuferin Pumper stellte diesen Antrag in letzter Minute, so heißt es in der "Kronen Zeitung". Mit einer fristgerechten Einreichung wird die Analyse der B-Probe laut Günter Gmeiner, Leiter des Anti-Doping-Labors in Seibersdorf, binnen zwei Wochen erfolgen. "Es liegt wohl auch im Interesse des Athleten, dies so früh als möglich zu tun", meinte Gmeiner gegenüber der APA.

Die Möglichkeit, dass die B-Probe negativ ausfallen könnte, ist laut Doping-Analytiker Gmeiner jedoch sehr gering. "Wir hatten bis jetzt in hundert Prozent der Fälle eine Übereinstimmung zwischen A-und B-Probe, das gilt im übrigen nicht nur für EPO, sondern für alle Substanzen", erklärte Gmeiner. "Ich bin zuversichtlich, dass das auch so bleiben wird", fügte der Dopinganalytiker an. Bei der verbotenen Substanz, die bei Pumper gefunden wurde, soll es sich laut Medienberichten um EPO handeln. Die Athletin hatte sich darüber nicht geäußert.

Der große Zeitraum, der zwischen dem Dopingtest (9. März) und der Information über das A-Ergebnis (14. April) vergangen war, hatte zu Vermutungen geführt, dass eine absichtliche Verzögerung verursacht wurde, die möglicherweise das Ergebnis der B-Probe beeinflussen könnte. Mader betonte am Montag, dass die Weiterleitung der Probe an das Labor "nicht länger als eine Woche" gedauert habe, was durchaus im üblichen Rahmen sei. (apa/red)

15.5.2008 17:10