Orthodoxe Christen feiern ihr Osterfest:
Putin und Medwedew gemeinsam in Messe
- Global gibt es 150 Millionen Angehörige der Ostkirche
- In Moskau wurde Messe zu politischen Showauftritt

·NEWS: Zarenkult um Noch-Präsident Putin
Demokratie auf Russisch:
Machtwechsel in Moskau
·Putin wird offiziell zum Regierungschef
Soll außerdem Chef von
'Einiges Russland' werden
Orthodoxe Christen in aller Welt haben ihr Osterfest gefeiert. In Russland, Israel, Griechenland oder Zypern wurden Kerzen entzündet und der Auferstehung Jesu Christi gedacht. Weltweit sind etwa 150 Millionen Menschen christlich-orthodoxen Glaubens. Das Moskauer Patriarchat ist mit 100 Millionen Gläubigen unter anderem in Russland, Weißrussland und der Ukraine die größte Teilkirche. Das Osterfest gilt als wichtigster Feiertag der russisch-orthodoxen Kirche.
In Griechenland wurden nach der traditionellen Auferstehungsmesse um Mitternacht Feuerwerkkörper gezündet. Auf Zypern wurden um die Kirchen Lagerfeuer abgebrannt, als Symbol für den Kampf und den Sieg Jesu über den Tod. In der Grabeskirche in Jerusalem entzündete der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III. das heilige Feuer, das der Überlieferung nach daran erinnert, dass Jesus noch immer unter ihnen weilt. An der Zeremonie nahmen die armenische, die griechisch-orthodoxe sowie andere östliche Kirchen teil.
Putin und Medwedew in Messe
In den rund 700 Kirchen Moskaus haben rund 100.000 Christen gefeiert. Zur Messe in der Erlöserkathedrale, der Hauptkirche des russisch-orthodoxen Patriarchats, kamen auch Intellektuelle und Politiker. Unter ihnen waren der scheidende Kremlchef Wladimir Putin, sein Nachfolger Dmitri Medwedew sowie deren Ehefrauen. Die Zeremonie wurde live im Staatsfernsehen übertragen. "Wir haben Ihnen, hoch geschätzter Wladimir Wladimirowitsch (Putin), für ihre achtjährige Präsidentschaft zu danken. Sie haben viel für unser Land getan", sagte Patriarch Alexi II.
Das Kirchenoberhaupt sicherte dem künftigen Präsidenten Medwedew die Unterstützung der Kirche für die kommenden "schweren Aufgaben" zu. Medwedew, der sein Amt am 7. Mai antritt, hatte zuvor den "wachsenden positiven Einfluss" der russisch-orthodoxen Kirche in der Gesellschaft gelobt. Kurz vor dem Ende der Sowjetunion wurden 6900 Gemeinden gezählt, heute ist die russisch-orthodoxe Kirche wieder auf mehr als 26.600 Gemeinden gewachsen.
Die orthodoxen Kirchen richten sich nach dem alten julianischen und nicht wie die westlichen Kirchen nach dem gregorianischen Kalender. Die Differenz zwischen den beiden beträgt 13 Tage. Da Ostern am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond des Frühlings gefeiert werden, fällt das größte christliche Fest für die Orthodoxen nicht immer mit der Feier der anderen Christen zusammen.
(apa/red)
Kinderschänder07:53
33 FestnahmenErmittlungen führen zu groß angelegter Aktion gegen mutmaßliche Pädophile
Weltnichtrauchertag 201208:03
38 Prozent rauchenUmfrage in Österreich: Ein Drittel davon greift regelmäßig zum Glimmstengel
