Sonntag, 27. April 2008

5,8 Millionen Italiener zur Wahl gerufen:
Spannende Stichwahl in der Hauptstadt Rom

  • Mitte-Links-Allianz will Macht in Ewiger Stadt behalten
  • In insgesamt fünf Provinzen ist 2. Runde notwendig

Zwei Wochen nach den Parlamentswahlen werden heute wieder 5,8 Millionen Italiener zu den Urnen aufgerufen. In fünf Provinzen und 43 Gemeinden, in denen bei der ersten Wahlrunde kein Kandidat die absolute Stimmenmehrheit erhalten hatte, finden nämlich bis Montag Stichwahlen statt. Das größte Medieninteresse richtet sich auf das Wahlduell in Rom, wo die Mitte-Links-Allianz erstmals seit 15 Jahren das Bürgermeisteramt verlieren könnte.

Bei den Kommunalwahlen verfehlte der Mitte-Links-Kandidat Francesco Rutelli am 13. und 14. April den erhofften Wahlsieg im ersten Urnengang und muss in die Stichwahl gegen den Mitte-Rechts-Kandidaten Gianni Alemanno. Der bisherige Bürgermeister Walter Veltroni hatte als Spitzenkandidat der Mitte-Links-Allianz bei den Parlamentswahlen klar gegen den rechtsgerichteten Oppositionsführer Silvio Berlusconi verloren.

Rutelli hatte im ersten Wahlgang 46 Prozent der Stimmen erhalten, was deutlich unter den Erwartungen lag. Er war bereits zwischen 1993 und 2001 Bürgermeister der Hauptstadt gewesen, ehe ihn Veltroni ablöste. Alemanno erhielt 40 Prozent der Stimmen und hofft in der Stichwahl auf einen Sieg mit Unterstützung gemäßigter Wähler. (apa/red)

27.4.2008 07:56