Russland verstärkt den Druck auf Georgien:
Moskau droht mit Einsatz militärischer Mittel
- Vorwurf der Militarisierung in der Konfliktzone
- "Wir sind bereit, unsere Bürger zu verteidigen"

Im Streit um die von Georgien abtrünnige Region Abchasien haben sich Moskau und Tiflis gegenseitig eine Militarisierung der Konfliktzone vorgeworfen. Georgien ziehe seit Tagen Truppen zusammen und sei zu einem Militärschlag innerhalb weniger Stunden in der Lage. Das sagte der zuständige Diplomat im russischen Außenministerium, Waleri Kenjaikin, laut der Agentur Interfax in Moskau. Russland habe Hinweise, dass Georgien seine Streitkräfte in erhöhte Gefechtsbereitschaft versetzt habe.
Moskau kündigte an, seine Bevölkerung in den abtrünnigen georgischen Regionen Abchasien und Südossetien notfalls auch mit Waffengewalt zu verteidigen. "Sollte ein militärischer Konflikt ausbrechen, müssen wir reagieren und werden das auch mit militärischen Mitteln tun", sagte Valeri Kenjaikin. "Wir sind bereit, unsere Bürger zu verteidigen."
Abchasien und Südossetien hatten sich in den 90er Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in Unabhängigkeitskriegen von Georgien gelöst. Völkerrechtlich betrachtet gehören sie zu Georgien, sind jedoch wirtschaftlich von Russland abhängig. Nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo streben die beiden Kaukasus-Republiken nun verstärkt nach internationaler Anerkennung und werden dabei von Moskau unterstützt. (apa/red)
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