Gazastreifen steht vor einer Katastrophe: UNO muss Lebensmittel-Lieferungen stoppen
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Die Vereinten Nationen haben wegen eines akuten Benzinmangels die Nahrungsmittelhilfe für rund 650.000 palästinensische Flüchtlinge im Gazastreifen gestoppt. Dies gab das UNO-Hilfswerkes für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA). Währenddessen kündigte ein hoher Offizier der israelischen Armee eine direkte Treibstofflieferung an die UNRWA an.
Oberst Nir Press, der Beauftragte des israelischen Militärs für den Grenzverkehr mit dem Gazastreifen, sagte, Israel habe mit der palästinensischen Ölbehörde eine Lieferung von 100.000 Liter Diesel und 20.000 Liter Benzin für die UNRWA koordiniert. Nach israelischen Angaben sind auf der palästinensischen Seite des Grenzübergangs Nachal Oz im Norden des Gazastreifens fast eine Million Liter Treibstoff gelagert.
Schuldzuweisung
Press sagte allerdings, die Hamas, die den Gazastreifen seit zehn Monaten kontrolliert, habe seit mindestens vier Wochen keinen Treibstoff mehr verteilt, auch nicht an die UNRWA. Damit versuche die palästinensische Organisation eine humanitäre Krise zu Lasten der Bevölkerung zu verursachen. Die Hamas hat hingegen für diesen Freitag zu Massenprotesten vor den Grenzübergängen des Gazastreifens aufgerufen.
(apa/red)
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