Freitag, 2. Mai 2008

Abbas zu Gast beim US-Präsidenten: Bush überzeugt von Nahost-Friedenschluss bis '09

  • Ziel: "Staat, der nicht wie Schweizer Käse aussieht"
  • Bush fordert zu Olmert-Abbas-Verhandlungen auf

Bei einem Treffen mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas hat sich US-Präsident George W. Bush optimistisch gezeigt, bis zum Ende seiner Amtszeit eine Einigung über die Bildung eines palästinensischen Staates zu erreichen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die Definition eines Staates erreichen können", sagte Bush nach einem Treffen mit Abbas im Weißen Haus. Ziel sei "ein lebensfähiger Staat, ein Staat, der nicht wie Schweizer Käse aussieht, ein Staat, der Hoffnung gibt". Bush forderte Israel und die Palästinenser zu weiteren Verhandlungen auf, um dieses Ziel zu verwirklichen.

Der US-Präsident dankte seinem Gast, dass er "die Idee der Gewaltanwendung" zurückweise. "Das unterscheidet ihn von anderen Leuten in der Region", sagte Bush über Abbas. Unter Schirmherrschaft der USA hatten sich Abbas und Israels Ministerpräsident Ehud Olmert auf dem Gipfel von Annapolis im November bereit erklärt, bis zum Ende von Bushs Amtszeit 2009 eine Lösung zu finden. Ein Durchbruch in den Gesprächen ist seitdem aber ausgeblieben. Bush reist im kommenden Monat erneut in den Nahen Osten.

(apa/red)

2.5.2008 16:12