USA sollen im Nahen Osten vermitteln:
Jordaniens König zu Besuch im Weißen Haus
- Abdullah II. weist USA Vermittlerrolle in Nahost zu
- Forderung nach festem Teitplan für Verhandlungen

Im Ringen um einen Frieden im Nahen Osten hat der jordanische König Abdullah II. den USA eine zentrale Vermittlerrolle zugewiesen. Um bei den Verhandlungen voranzukommen, müssten sowohl Israelis als auch Palästinenser Hindernisse überwinden, sagte Abdullah II. nach Angaben der jordanischen Botschaft bei seinem Treffen mit US-Präsident George W. Bush in Washington. Dabei sei die Unterstützung durch die USA wichtig, habe der König im Gespräch betont. Nach Botschaftsangaben forderte er außerdem einen "festen Zeitplan" für die Friedensverhandlungen.
Ein jordanischer Diplomat wies Berichte zurück, nach denen Abdullah II. Bush überzeugen wollte, seinen Nahost-Besuch im Mai zu kürzen oder völlig abzusagen. "Das sind Spekulationen und ist nicht die Haltung Jordaniens", sagte er. Der König habe mit dem US-Präsidenten nur besprechen wollen, wie der Friedensprozess weiter vorangetrieben werden könne. Nach dem Treffen mit Bush traf der jordanische König Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der derzeit ebenfalls in den USA weilt.
Abbas und Israels Regierungschef Ehud Olmert hatten im November bei der Nahost-Konferenz in Annapolis in den USA vereinbart, vor dem Ende von Bushs Amtszeit im Januar 2009 ein Friedensabkommen auszuhandeln. Nachdem Abbas die Friedensgespräche Anfang März wegen Israels Offensive im Gazastreifen zunächst ausgesetzt hatte, traf er Olmert Anfang April erneut. Israel hatte die Offensive mit dem anhaltenden Beschuss seines Gebiets durch radikale Palästinenser gerechtfertigt.
Nach Angaben des palästinensischen Außenministers Rijad el Malki steht im Gazastreifen eine Waffenruhe offenbar kurz bevor. Mit dieser Feuerpause könne die israelische Blockade des Gazastreifens schließlich aufgehoben werden, sagte Malki auf einer Konferenz in Madrid. (apa/red)
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