Für 'einheitliche Denkweise': China startet Kampagne zur 'politischen Erziehung' Tibets
- Für "geschlossene Haltung von Offiziellen und Masse"
- Kampf gegen den Dalai Lama soll intensiviert werden

·Zerreißprobe: Chinas Spiel mit dem Feuer
FORMAT: Olympia als Machtdemonstration
·Westliche Medien: Berichte mangelhaft
Berichterstattung war teilweise nicht korrekt
·Eine Chronologie des jüngsten Protestes
Vom Marsch der Mönche bis zu den Schüssen
·Unruhen in Tibets Hauptstadt Lhasa
INFOGRAFIK: Einmarsch Truppen Chinas 1950
Im Kampf gegen die Autonomiebewegung in Tibet hat die kommunistische Partei Chinas eine Kampagne zur "politischen Erziehung" gestartet. Gerichtet sei sie vor allem an Funktionäre und Parteimitglieder in der tibetischen Hauptstadt Lhasa, berichtete die amtliche Zeitung "Tibet Daily". Ziel sei es, "Separatismus zu bekämpfen, die Stabilität zu schützen und die Entwicklung zu fördern". Eine "einheitliche Denkweise" und eine "geschlossene Haltung von Offiziellen und der Masse" sollten erreicht werden.
Auf diese Weise soll auch der Kampf gegen den Dalai Lama und seine Anhänger intensiviert werden, den die Führung in Peking für die jüngsten Unruhen in Tibet und Störungen der Olympia-Vorbereitungen verantwortlich macht, wie das Blatt weiter schreibt. Zu der auf zwei Monate ausgelegten Kampagne seien Fernsehsendungen und organisierte Denunzierungssitzungen geplant. Die Funktionäre und Parteimitglieder würden an ihrer Leistung während der Kampagne gemessen.
China hat im vergangenen Monat Autonomie-Proteste in Tibet niedergeschlagen, die von buddhistischen Mönchen ausgegangen waren. Der im Exil lebende Friedensnobelpreisträger hat die chinesischen Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen und mehrfach betont, ihm gehe es nicht um staatliche Unabhängigkeit sondern um kulturelle Autonomie der Tibeter. Zudem sprach er seine Unterstützung für die Olympischen Sommerspiele in Peking aus.
(apa/red)
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