Neue Mittelschule in Wien nun endlich fix: ÖVP kritisiert schon eigene Zustimmmung
- Häupl und Hahn einigen sich auf Versuchsmodell
- ÖVP: Wenige werden vergoldet - Rest verhungert

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Die Einigung von Wiener SPÖ und ÖVP auf den Schulversuch "Neue Mittelschule" in der Bundeshauptstadt wurde von den beiden Landesparteichefs bestätigt. Bürgermeister Häupl und Wissenschaftsminister Hahn unterstrichen in einer gemeinsamen Aussendung ihre einhellige Freude. Demnach haben beide Parteien die Ergebnisse der entsprechenden Arbeitsgruppe des Stadtschulrates angenommen.
Das Konzept für eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen startet in Wien im Schuljahr 2009/2010. Maximal 20 Schulen können daran teilnehmen. Über die Teilnahme entscheiden die Schulpartner (Eltern, Lehrkörper, Schüler). Alle Wiener Schulen, die für den Schulversuch in Frage kommen, werden demnächst das von SPÖ und ÖVP ausgearbeitete Konzept übermittelt bekommen, berichtet der "Kurier". Auch AHS können sich daran beteiligen. Die "Presse" schreibt, dass man sich auf weniger Schulen als geplant - zuletzt war von sieben die Rede - geeinigt haben dürfte.
Neues Kurssystrem
Der "Standard" nennt einige Eckpunkte des Modells. So soll durch ein Kurssystem die individuelle Förderung - Schwache fördern, Starke fordern - besser funktionieren. Dafür soll zusätzliches Lehrpersonal zur Verfügung stehen. Durchfallen sei trotzdem möglich, sei jedoch durch individuelle Förderung der Schüler unwahrscheinlich. Auch mehrsprachigen Unterricht soll es geben. Die Leistungen der Schüler sollen zusätzlich durch eine "externe Lernstandsüberprüfung" im ersten Semester der 7. und 8. Schulstufe erfolgen. Speziell ausgebildete Lehrer sollen den Schülern die Übergänge von der Volksschule in die Mittelschule und daraufhin in die Oberstufenform erleichter.
Dass die ÖVP zustimmt, stößt intern auf Kritik. ÖVP-Bildungssprecherin Cortolezis-Schlager nennt den Schulversuch in der "Presse" einen "lauwarmen Kompromiss. Einige wenige Schulen werden nun vergoldet, alle anderen verhungern daneben". Den Pflichtschulen würden Ressourcen fehlen, die Zukunft der "Kooperativen Mittelschulen" (die früheren Hauptschulen) sei ungewiss.
(apa/red)
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