Big Brother in Österreich: Datenschützer warnt vor Missbrauch der Fingerabdrücke
- Diebstahl des Abdrucks hätte gravierende Folgen
- Neuer Reisepass wird 2009 schrittweise eingeführt
Die neuen Reisepässe mit Fingerabdrücken sorgen für Aufregung unter Datenschützern. Adrian Dabrowski vom Verein Quintessenz sagt, es sei nur eine Frage der Zeit, bis die gespeicherten Daten zur Überwachung von Bürgern missbraucht werden. Er warnt vor allem vor Diebstahl der Fingerabdrücke, das ist Hackern in Deutschland erst vor kurzem gelungen.
Ist der Fingerabdruck erst einmal weg, haben die Bestohlenen dann nämlich keine Möglichkeit, einen neuen zu bekommen, so Dabrowski im Ö1-"Morgenjournal". Dann könnten auch unbescholtene Bürger in die Lage kommen, sich für einen entwendeten Fingerabdruck rechtfertigen zu müssen, der irgendwo anders wieder auftaucht.
Auch an die Sicherheit der Chips im Reisepass glaubt er nicht. In England und Frankreich sind sie schon geknackt worden. Es sei "nur mehr eine Frage der Zeit, bis der österreichische auch dran ist." Die neuen Reisepässe mit biometrischen Daten sollen 2009 eingeführt werden. (red)
