Mittwoch, 23. April 2008

Steirerin wurde zu einer lebenden Fackel: Kleidung der Frau fing beim Rauchen Feuer

  • Opfer mit lebensgefährlichen Verbrennungen im AKH
  • 54-Jährige wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt

Lebensgefährliche Brandverletzungen hat eine Südsteirerin, als nach dem Anzünden einer Zigarette zuerst der Sessel und dann ihre Kleidung in Brand geriet. Vater und Mutter, die zu Hilfe eilten und die Flammen zu ersticken versuchten, erlitten Rauchgasvergiftungen, hieß es von der Sicherheitsdirektion Steiermark.

Das Unglück ereignete sich in einer Laube vor einem Einfamilienhaus im Bezirk Leibnitz. Die 54-jährige Pensionistin hatte sich eine Zigarette angezündet, als plötzlich die Sitzfläche eines Kunststoffsessels Feuer fing. Die Flammen griffen rasch auf die Kleidung der Frau über, die - so die Polizei - lichterloh brennend ins Haus lief. Dort riss ihr die 75-jährige Mutter die brennenden Kleidungsstücke vom Leib, während der gleichaltrige Vater mit einem Feuerlöscher die Flammen erstickte.

Künstlicher Tiefschlaf
Das Opfer wurde mit lebensgefährlichen Brandverletzungen im Rettungshubschrauber ins AKH Wien überstellt. Wie es hieß, befinde sich die Frau in künstlichem Tiefschlaf. Rund 50 Prozent der Hautoberfläche sollen verbrannt sein. Die Eltern, die Rauchgasvergiftungen erlitten hatten, wurden nach der Erstversorgung ins LKH Wagna gebracht.

Unfall untersucht
Der Unfallhergang wird noch untersucht. Es wird vermutet, dass das Feuerzeug, das die 54-Jährige nach dem Anzünden in eine Mantelschürze zurückgesteckt hatte, weitergebrannt hat.

(apa/red)

23.4.2008 10:32