ÖAMTC lichten den Halleiner Schilderwald: Weniger Tafeln bringen mehr Sicherheit
- Unnötige Verkehrszeichen sollen abmontiert werden
- Von 1000 Schildern sind laut Experten 327 verzichtbar

In Eisenstadt hat der ÖAMTC gemeinsam mit der Stadtgemeinde bereits dem Schilderwald den Kampf angesagt. Nun setzt auch Hallein auf weniger Schilder. "Wir wollen am Beispiel Hallein zeigen, dass die Autofahrer mit Freiräumen verantwortungsbewusst umgehen können und weniger Schilder ein Mehr an Sicherheit bringen", begründet der ÖAMTC die Aktion.
Gemeinsam mit der Stadtgemeinde Hallein wurden in den Bereichen Altstadt, Neustadt und Burgfried rund 1.000 Verkehrsschilder auf ihre Notwendigkeit überprüft. Das Ergebnis: 327 Tafeln sind aus Sicht der Experten verzichtbar. Sie werden mit gelben Säcken verhüllt, um zu überprüfen, ob sie nicht nur theoretisch, sondern auch in der täglichen Praxis des Straßenverkehrs überflüssig sind. Nach Ablauf der Aktionswoche und Evaluierung durch Experten von ÖAMTC und Stadtgemeinde werden die tatsächlich verzichtbaren Schilder abmontiert. Der ÖAMTC geht davon aus, dass von den 1.000 vorhandenen Schildern rund 20 Prozent dauerhaft entfernt werden können.
Kriterien
Für die Beurteilung gibt es strenge Kriterien: Tafeln, die nur wiederholen, was gesetzlich bereits ge- oder verboten ist, wurden ebenso als verzichtbar erachtet, wie doppelseitige Anbringungen, wiederholte oder zu komplexe Informationen oder vergessene Verkehrszeichen. Konkret werden 112 Halte- und Parkverbotstafeln, 60 Zusatztafeln, 43 Parkverbote, 21 Schilder für 30er-Zonen sowie zahlreiche Einfahrts- und Fahrverbote verhüllt.
(OTS/red)
