Dem Killer Krebs Einhalt gebieten: EU will ein flächendeckendes Vorsorgeprogramm
- Ö: Bundesweite Brustkrebs-Früherkennung ab 2010
- Sterberate könnte um 30 Prozent gesenkt werden

·Motivierend: Sport senkt Brustkrebsrisiko
Möglichkeit zu erkranken,
um 40 Prozent geringer
·Neue Methode der Brustkrebsbehandlung
Therapie soll gleich nach Mammographie einsetzen
26 Prozent der Todesfälle in Österreich sind auf Krebs zurückzuführen. Dickdarm-, Brust-, Prostata- und Lungenkrebs sind die häufigsten Formen. Die EU wünscht hier etwa ein flächendeckendes Screening-Programm für Frauen in Sachen Mammakarzinom. Dieses Mammografie-Screening will Gesundheitsministerin Kdolsky "in Österreich im Jahr 2010 etabliert sehen".
"Die slowenische Ratspräsidentschaft hat die Krebsvorsorge und die Prävention in den Mittelpunkt gerückt. Das ist ein gutes Thema", sagte die Ministerin am Rande des informellen EU-Gesundheitsministerrates in Slowenien. In Sachen Krebs sind die wichtigsten Erkrankungen laut Kdolsky: Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Prostatakrebs und Dickdarmkrebs.
Enorm hohe Stererate
Ziemlich unbestritten ist, dass ein System für ein flächendeckendes Mammografie-Screening mit direkten Einladungen und Wiedereinladungen an die Frauen die Sterblichkeit um rund 30 Prozent senken kann. In Österreich wären das bei pro Jahr rund 4.700 Neuerkrankungen und etwa 1.600 Todesfällen mehr als 500 Menschenleben.
Eigenes Präventionsgesetz
Die Ressortchefin: "Hier haben wir mit Pilotprojekten in Wien, Tirol, dem Burgenland, Salzburg und Vorarlberg begonnen, die den EU-Mammografie-Screening-Anforderungen entsprechen. Ich will das auch im Jahr 2009 in die Budgetierung bekommen. Ich will ein eigenes Präventionsgesetz haben, bei dem man auch die Bundesländer mit an Bord nehmen muss." Ein flächendeckendes Mammografie-Screening könnte dann "in Österreich im Jahr 2010 kommen."
Bessere Propagierung notwendig
Beim Gebärmutterhalskrebs setzt Kdolsky auf die effiziente Propagierung der jährlichen Abstrichuntersuchungen. Bei den Männern ist das Prostatakarzinom ein erhebliches Problem. Kdolsky: "Hier sind wir bei der Früherkennung noch ganz schwach. Und beim Dickdarmkrebs sind wir auch noch nicht so gut, wie wir es sein könnten." (apa/red)
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