Weniger essen kann auch krank machen: Schädliche Folgen für unser Immunsystem
- Geringere Produktion notwendiger Antikörper
- Impfungen bei Unterernährten weniger wirksam

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Eine verringerte Nahrungsaufnahme schadet dem Immunsystem. Dies zeigt eine amerikanische Studie an Mäusen, in der die Forscher die Futtermenge der Tiere um 30 Prozent reduzierten. Zwar nahmen die Mäuse daraufhin nicht an Gewicht ab und wurden auch kaum weniger aktiv.
Allerdings sank in ihrem Blut die Zahl der B-Zellen, wie die Wissenschafter der Universität von Ohio im Fachblatt "Physiological and Biochemical Zoology" schreiben.
Diese Zellen, die zu den weißen Blutkörperchen zählen, produzieren Antikörper gegen Krankheitserreger und sind wichtig für das Immungedächtnis. Die Studie könnte erklären, warum Infektionen bei mangelernährten Kindern häufiger auftreten und schwerer verlaufen. Außerdem deckt sich das Resultat mit Beobachtungen, denen zufolge Impfungen bei unterernährten Menschen weniger wirksam sind. Denn eigentlich sollen Impfstoffe die B-Zellen dazu aktivieren, Antikörper gegen bestimmte Erreger zu produzieren. Die Forscher wollen nun klären, welche Nährstoffe für die Funktion der B-Zellen besonders wichtig sind. (apa/red)
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