Hackerangriff auf die Wirtschaftskammer:
Internetportal derzeit völlig außer Betrieb
- In Wirtschaftskammer herrscht "Ausnahmezustand"
- Web-Experten befürchten "massiven Datendiebstahl"

·Nebengeräusche bei Seiten aus Hongkong
Jede fünfte .hk-Domain
ist sicherheitsbedrohend
·Viren und Hacker werden nicht stiller
Internet-Gefahrentrends für 2008 im Überblick
·Sicherheitslücken in der Software? Egal!
95% der User surfen mit ungepatchter Software
·Hackerwettbewerb: Nur Linux ist sicher
OS X und Windows fielen bei Sicherheitstest durch
Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und sämtliche Landeskammern haben ungebetenen Besuch erhalten. Ein Hacker hat über eine chinesische Internet-Adresse die Homepage der Kammer lahmgelegt. Seit Montag ist nun das Internet-Portal offline, Besucher der Site werden darüber informiert, dass der Kammerauftritt "sobald als möglich wieder für Sie da" ist.
Wie die "Salzburger Nachrichten" berichten, herrsche in der Kammer der "Ausnahmezustand". "Unser System war am letzten Stand der Sicherheitstechnik und die üblichen Wege haben auch Stand gehalten. Aber Verbrecher sind immer eine Spur voraus. Es war ein gezielter Anschlag", sagte Gregor Herzog, Strategieleiter der WKÖ der Zeitung. Die Homepage ist Herzog zufolge für Hacker besonders attraktiv, weil sie zu den zehn meist Frequentierten in Österreich gehört mit rund fünf Mio. Besuchern im Jahr. "Ziel war es, einen Link zu setzen und auf diese Weise zu vielen neuen Adressen von Usern zu gelangen. Möglichst viele Daten bedeuten Macht", betonte Herzog.
(apa/red)
