Aufwind für Onlinevideos in Österreich:
44% nutzen Dienst laut Umfrage regelmäßig
- Unterhaltung steht beim Format im Vordergrund
- YouTube und MyVideo sind beliebteste Anlaufstellen
·"Web 2.0"? Läuft der nicht gerade im Kino?!
Halb Österreich kann mit Begriff nichts anfangen
·Das Web 2.0, das in Wahrheit keines ist?
Studie: 0,16 Prozent aller
YouTube-User sind aktiv!
·Rauer Umgangston dominiert das Web 2.0
Führt die Anonymität zur Sittenverwahrlosung?
·Forscher arbeiten bereits an "Web3.0"
Von der Suchmaschine zum interaktiven Berater
Onlinevideos sind am Vormarsch. Rund 44 Prozent der österreichischen Internetuser sehen sich regelmäßig Bewegtbilder im Web an. Rund zehn Prozent nutzen das Angebot täglich, jeder Fünfte klickt mehrmals wöchentlich Web-Videos an. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Umfrage des Online-Marktforschers marketagent.com. Am häufigsten werden Unterhaltungs-Clips genutzt: Musik, Filme und private Videos stehen an vorderster Front.
Nachrichten werden von einem Viertel der Online-Seher angeklickt - und damit ebenso häufig wie Videos zum Thema Erotik. Noch ist das Phänomen überwiegend männlich: 54 Prozent der befragten Männer nutzen regelmäßig Online-Videos, bei den Frauen ist es nur ein Drittel. Stefan Bachleitner von der Wiener PR-Agentur "Skills" glaubt, dass "Männer neue Technologien früher akzeptieren als Frauen", sagte er am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. "Bei den Frauen ist auch der Anteil derer, denen die Qualität der Online-Videos derzeit noch zu gering ist, deutlich höher als bei Männern." Regisseur Harald Sicheritz ist überzeugt, dass sich das bald ändern wird: "Die Qualität der Internetvideos wird sich laufend verbessern."
YouTube und MyVideo im Spitzenfeld
Am häufigsten werden Online-Videos auf Internetseiten wie YouTube, MyVideo und Co. genützt, gefolgt von Online-Medien. Auch die Kommunikationsbranche sowie die Wirtschaft werden an diesem neuen Trend nicht vorbeikommen, meint Bachleitner: "Wer heute im Internet wahrgenommen werden will, der muss seine Informationen auch mit Videos aufbereiten." Während zahlreiche Medienhäuser bereits Bewegtbilder anbieten, müssten nun auch die PR-Unternehmen ihre Presseaussendungen mit Video-Clips anreichern, so Bachleitner, der das mit den "Skills Video News" bereits anbietet. (apa/red)
