Montag, 14. April 2008

Zwei Drittel aller Österreicher sind online:
Höchste Zuwächse bei Frauen und Senioren

  • Vorarlberg führt mit 77% im "Bundesländer-Ranking"
  • Irland mit 88% im Europa-Vergleich an der Spitze

Das Internet ist für zwei von drei Österreichern nicht mehr wegzudenken. Konkret nutzten im ersten Quartal diesen Jahres 4,7 Millionen Menschen oder 67 Prozent ab 14 Jahren das Internet. Im vierten Quartal 1997 beispielsweise verwendeten es lediglich 12 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kam das Markt- und Meinungsforschungsinstitut GfK Austria, das das erste Quartal des GfK Online Monitors 2008 präsentierte.

Hinsichtlich der Internetnutzung nach Geschlecht kam das Markt- und Meinungsforschungsinstitut zu dem Ergebnis, dass es besonders hohe Zuwächse bei Frauen gab. Während im Jahr 2000 erst 31 Prozent der Frauen (50 Prozent der Männer) das Internet nutzten, waren es im ersten Quartal 2008 bereits 61 Prozent (73 Prozent der Männer). Bei der Nutzung nach dem Alter stechen besonders die Senioren hervor, die im Zeitraum von 2000 bis 2008 kontinuierlich zulegten.

Nach Bundesländern gegliedert ergab die Studie, dass das Internet am häufigsten in Vorarlberg (77 Prozent), gefolgt von Kärnten (71 Prozent) und Wien (70 Prozent) verwendet wurde. Am wenigsten genutzt wurde das Medium von den Niederösterreichern, den Oberösterreichern und den Steirern (je 63 Prozent).

Iren nutzen das Internet am häufigsten
Vor allem im europäischen Vergleich könne sich Österreich "sehen lassen", so GfK Austria. Die Internetnutzung ist hierzulande sogar höher als im Nachbarland Deutschland. Im ersten Quartal 2008 verwendeten dort 61 Prozent der Menschen das Massenmedium. In Italien ist die Nutzung noch geringer (53 Prozent), ebenso in Frankreich (56 Prozent), in Tschechien (45 Prozent), in der Slowakei (42 Prozent), in Ungarn (37 Prozent) und in Slowenien (61 Prozent). Spitzenreiter waren im ersten Quartal Irland (88 Prozent), Norwegen (76 Prozent), Schweden (73 Prozent), Finnland (81 Prozent), Dänemark (76 Prozent) und die Schweiz (68 Prozent). (apa/red)

14.4.2008 16:35