Gedächtnis einer Raupe: Schmetterlinge können sich an ihr Larvenstadium erinnern
- Forscher stellten Geruchserinnerung auf die Probe
- Bei den Faltern bleiben Gedächtnisspuren erhalten

Schmetterlinge können sich an Erlebnisse aus ihrem Leben als Larve erinnern. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Georgetown University in Washington D.C. bei Experimenten mit Larven des Tabakschwärmers (Manduca sexta), wie das Magazin "Geo" berichtet. So blieben bei den Tieren Gedächtnisspuren erhalten, obwohl während der Verpuppung die meisten Organe der Larve zu einer Art Brei verarbeitet werden.
Schmetterlinge haben Erinnerung an ihr Larvenstadium
Utl.: Forscher aus den USA stellten das Geruchsempfinden des
Tabakschwärmers auf die Probe =
Die Forscher Doug Blackiston und Martha Weiss setzen für ihren Versuch dem Bericht zufolge Larven ans untere Ende eines Y-förmigen Gefäßes. Dessen eine Röhre enthielt Frischluft, die Luft in der anderen hingegen war mit Essigsäureethylester versetzt, der einen klebstoffartigen Geruch verbreitet. Sobald sich die Raupen zum Ester-Duft hin bewegten, traktierten die Wissenschafter sie mit einem leichten Elektroschock - bis die Tiere gelernt hatten, diesen Weg zu meiden, wie das Magazin weiter schreibt.
Nach dem Puppenstadium wurde das Experiment mit den entwickelten Faltern wiederholt. Und auch diese mieden die Röhre mit der Essigsäure-Luft - nicht des Geruches wegen. Falter, die ihr Raupen-Dasein ohne Stromstöße verbracht hatten, ließen keine Präferenz für die eine oder andere Röhre erkennen.
(apa/red)
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