Kritik an Ablösesumme für ÖBB-Chef Huber:
Opposition ortet ein "Imageschlamassel"
- Grüne gegen Verabschiedung mit "Golden Handhake"
- BZÖ: 'Kein Steuergeld für Faymanns Postenschacher'

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Verheerendes Gutachten zu Immo-Spekulationen
"Die Vorgänge rund um die Ablöse von ÖBB-Chef Huber müssen vom Rechungshof überprüft werden. Das allein ist aber zu wenig! Der Rechnungshof sollte die gesammelten Wahnsinnigkeiten im ÖBB-Bereich seit den schwarz-blauen 'Umstrukturierungen' vorlegen", forderte der Vorsitzende des parlamentarischen Rechnungshofausschusses und Wirtschaftssprecher der Grünen, Werner Kogler.
Die Vervielfachung der Gesellschaften und das Aufblähen der Managerzahl in der ÖBB habe zu einem massiven Chaos geführt. Ehemalige und aktuelle Verkehrsminister sowie ÖBB-Führungskräfte werden ein "Stamm-Abonnement im RH-Ausschuss erhalten". Daran führe kein Weg mehr vorbei. Schon allein, um eine vorbeugende Wirkung für die Zukunft zu erzeugen, so Kogler.
Noch-Vorstand Martin Huber soll keinesfalls "mit viel gutem Geld oder gar einem Golden Handshake verabschiedet werden". Wenn die kolportierten gravierenden Gründe für eine Trennung vorliegen, sei Verkehrsminister Werner Faymann dringend gefordert, eine Trennung von Huber ohne weitere Belastung der Steuerzahler einzuleiten. "Der behauptete Grund für die Vergoldung des Abschieds, nämlich eine weitere Konsulententätigkeit ist eine Schnapsidee. Die Gründe für Hubers Abschied - Unvereinbarkeiten - sprechen massiv dagegen, dass er in Zukunft Konsulent der neuen Führung sein kann", so Kogler.
FPÖ: "Imageschlamassel"
Die unwürdige Diskussion über den ÖBB-Vorstand und über die Spekulationsgeschäfte ziehen das Unternehmen sowie die anständigen ÖBB-Mitarbeiter "mit in den Imageschlamassel" und müsse sofort bereinigt werden, so FPÖ-Generalsekretär und Verkehrssprecher Harald Vilimsky. Die Situation müsse umgehend und umfassend bereinigt werden. Es liege letzten Endes auch in der Verantwortung von Verkehrsminister Werner Feymann , die ÖBB rasch aus der "aktuellen Skandaldiskussion herauszulösen".
BZÖ: "Gipfel der Bodenlosigkeit"
Es sei nicht einzusehen, warum jetzt der ohnehin gepeinigte Steuerzahler für die Umfärbungspläne von SPÖ-Verkehrsminister Faymann aufkommen soll, kritisierte heute BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz. "Wenn Faymann statt den bisherigen ÖBB-Vorständen reihenweise rote Parteigünstlinge unterbringen will, ist dies ohnehin schon schlimm genug. Dass aber jetzt der Steuerzahler für die Mega-Abfertigungen die Zeche zahlen muss, ist der Gipfel der Bodenlosigkeit", so Grosz. Das BZÖ werde im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage die Kosten dieser roten Umfärbeaktion eruieren und veröffentlichen, kündigte Grosz an.
(apa/red)

