Führungswechsel bei ÖBB: Rechnungshof wird die Aufsichtsratsentscheidung prüfen
- Abfertigungen: Kräuter kündigt Überprüfung an
- "Strikt" gegen Tätigkeit Hubers in Staatsunternehmen

·NEWS: Der ÖBB-Boss auf dem Abstellgleis
Huber geht "freiwillig". Klugar neuer Bahnchef
·Stichwort: ÖBB gerät in heftige Turbulenzen
Alle Vorwürfe gegen die Vorstände im Überblick
·ÖBB-Chef profitierte von Immobilien-Deal
FORMAT: Huber steuerte Anteile via Treuhänder
·ÖBB: 400 Mio. Euro in den Sand gesetzt?
Verheerendes Gutachten zu Immo-Spekulationen
Im Zusammenhang mit den personellen Entscheidungen des ÖBB-Aufsichtsrates am 22. April hat SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter eine postwendende Prüfungsaufforderung an den Rechnungshof angekündigt. Er werde im Rahmen der Rechnungshofausschusssitzung Präsident Josef Moser schriftlich einladen, die Begleitumstände von Vertragsauflösungen und mögliche Abfertigungs- oder Abschlagszahlungen "an Leute wie Herrn Martin Huber zeitnah auf Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit zu prüfen".
Kräuter will seine Ankündigung ausdrücklich als "Rute im Fenster" verstanden wissen, jeder Euro und Cent "Abschlag" werde im Interesse der steuerzahlenden Bevölkerung penibel auf die unbedingte rechtliche Notwendigkeit überprüft.
Abschließend forderte Kräuter neuerlich den sofortigen Rücktritt Hubers als Aufsichtsrat in ÖBB-Gesellschaften und sprach sich strikt gegen jede wie auch immer geartete künftige Beratungstätigkeit im Zusammenhang mit staatlichen oder staatsnahen Unternehmungen aus: "Das Missmanagement, die Skandale und Affären disqualifizieren Huber endgültig und dauerhaft. Mit dem Abgang Hubers findet die politische Ära Gorbach-Kukacka endlich ihren unrühmlichen Abschluss."
(apa/red)

