Budgetdefizit lag 2007 bei 0,5 Prozent:
Schuldenquote ging auf 59,1 Prozent zurück
- Bundesregierung prognostizierte Defizit von 0,7%
- Durchschnittliche Neuverschuldung in Eurozone 0,6%

Das gesamtstaatliche Budgetdefizit Österreichs betrug 2007 0,5 Prozent, lag also unter den von der Bundesregierung prognostizierten 0,7 Prozent. Das geht aus den Defizitdaten des EU-Statistikamts Eurostat hervor. Demnach betrug die durchschnittliche Neuverschuldung in den 15 Ländern der Eurozone im Vorjahr 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, in der gesamten EU im Schnitt 0,9 Prozent.
Ein öffentlicher Überschuss wurde 2007 in Finnland (+5,3 Prozent), Dänemark (+4,4 Prozent), Schweden (+3,5 Prozent), Bulgarien (+3,4 Prozent), Zypern (+3,3 Prozent), Luxemburg (+2,9 Prozent), Estland (+2,8 Prozent), Spanien (+2,2 Prozent), den Niederlanden (+0,4 Prozent) und Irland (+0,3 Prozent) erzielt. Deutschland wies mit 0,0 Prozent einen ausgeglichenen Haushalt auf.
2006 lag Deifizit bei 1,5 Prozent
Die höchsten öffentlichen Defizite wurden 2007 in Ungarn (-5,5 Prozent), Großbritannien, (-2,9 Prozent), Griechenland (-2,8 Prozent), Frankreich (-2,7 Prozent) und Portugal (-2,6 Prozent) verzeichnet. Laut Eurostat haben 17 EU-Staaten ihre Finanzierungssaldos im Verhältnis zum BIP im Jahr 2007 gegenüber 2006 verbessert, in zehn EU-Staaten kam es zu einer Verschlechterung. 2006 hatte Österreich noch ein Budgetdefizit von 1,5 Prozent nach Brüssel gemeldet.
Niedrigere Schuldenquote
Mit 59,1 Prozent verzeichnete Österreich im Vorjahr auch eine niedrigere Schuldenquote. Erstmals seit 1992 ging sie unter die Maastricht-Zielmarke von 60 Prozent des BIP zurück. In der Eurozone fiel der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis zum BIP von 68,4 Prozent im Jahr 2006 auf 66,3 Prozent 2007, in der gesamten EU ging er von durchschnittlich 61,2 Prozent auf 58,7 Prozent zurück. Am höchsten ist die Verschuldung in Italien (104,0 Prozent), die niedrigste Quote verzeichnete dagegen Estland (3,4 Prozent). (apa/red)

