Megafusion in der US-Luffahrt: Delta und Northwest gemeinsam weltgrößte Airline
- American Airlines verliert Platz als Branchenprimus
- Zusammenschluss wird über Aktientausch realisiert

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Die beiden US-Fluggesellschaften Delta und Northwest schließen sich zum weltgrößten Anbieter nach Passagierzahlen zusammen. Die Fusion erfolge über einen Aktientausch, teilten die beiden Unternehmen in Atlanta im US-Staat Georgia mit. An der Spitze der neuen Gesellschaft unter dem Namen Delta mit Sitz in Atlanta wird der bisherige Delta-Chef Richard Anderson stehen.
Die bisherigen Aktionäre von Northwest sollen je Anteilsschein 1,25 Delta-Aktien bekommen. Die Aktionäre beider Gesellschaften müssen noch zustimmen. Auch der Segen der Wettbewerbshüter ist erforderlich. Die Fusion soll jährlich Kosten von rund einer Milliarde Dollar (630 Mio. Euro) einsparen.
35 Milliarden Dollar Umsatz
Die beiden Gesellschaften mit gemeinsam rund 75.000 Beschäftigten haben den Angaben zufolge einen kombinierten Jahresumsatz von rund 35 Milliarden Dollar. Die Flotte umfasst 800 Flugzeuge und bedient derzeit weltweit 390 Ziele in 67 Ländern. Der Heimatflughafen der Gesellschaft soll am bisherigen Firmensitz von Delta in Atlanta sein.
Widerstand gegen Fusion
Piloten von Northwest hatten Widerstand gegen die Fusion angekündigt, sollten ihre Interessen dabei nicht berücksichtigt werden. Die Piloten-Gewerkschaft von Northwest betonte, bei einem Zusammenschluss müsse die Dauer der Beschäftigungsverhältnisse auf faire Weise berücksichtigt werden.
Ein Zusammenschluss von Delta und Northwest wird den bisherigen Branchenprimus American Airlines von Rang eins verdrängen. American Airlines hatte jüngst Tausende Flüge streichen müssen. Grund waren von der Luftfahrtbehörde FAA angeordnete Inspektionen an den Maschinen des Typs MD-80, bei denen Kabel überprüft werden müssen.
(apa/red)

