14.4.2008 13:14

Ivanschitz ist gegen Scharner-Comeback:
Andere hätten den EM-Einsatz eher verdient

  • Teamkapitän will auch weiterhin im Ausland bleiben
  • Legionär träumt vom Aufstieg ins Viertelfinale der EM

0:3 gegen EM-Gruppen-Gegner Deutschland trotz vieler Chancen und 3:4 gegen die Niederlande nach 3:0-Führung. Was muss passieren, dass Österreich im Fußball wieder gewinnt? "Trotz der enttäuschen Resultate haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. Wir gingen gegen einen großen Gegner schnell in Führung. So können wir auch bei der EURO überraschen", antwortete ÖFB-Teamkandidat Andreas Ivanschitz in einem Interview mit dem deutschen Fachmagazin "kicker".

Der 24-jährige Burgenländer führte den Rückfall jeweils nach der Pause nicht wie viele auf die nachlassenden Kräfte zurück. "Wir haben den Ball zu schnell verloren, wurden hektisch, standen zu tief. Das darf nicht passieren. Wir müssen im Kollektiv intelligenter spielen, das hat nicht nur was mit der Abwehr zu tun." Über das Thema einer möglichen Team-Rückkehr von England-Legionär Paul Scharner meinte Ivanschitz: "Wir sind in der Abwehr mit Leuten wie Pogatetz, Stranzl und Prödl gut gesetzt."

"Paul macht es sich zu einfach
Mit Paul sei es eine schwierige Sache. "Er wollte nicht mehr spielen, jetzt meldet er sich auf einmal wieder zurück. Damit macht er es sich zu einfach. Ich denke, andere hätten es eher verdient, bei der EM dabei zu sein", erklärte Ivanschitz, der im Gegensatz einiger seiner Teamkameraden nicht vom Titelgewinn spricht. Es sei zwar gut, optimistisch ins Turnier zu starten. Er denke aber, dass das Erreichen des Viertelfinales die bessere Vorgabe sei.

Ob das große Plus des Heimvorteils durch eine Auftaktniederlage gegen Kroatien zum Bumerang werden könnte, wurde der ÖFB-Mittelfeldspieler vom "kicker" gefragt, doch daran denkt er nicht. "Wir haben die große Chance, gegen Kroatien eine extreme Euphorie zu entfachen", hat er nur Positives im Kopf.

Letzte Tests sollte EM-Torhüter bestreiten
Zur Frage, wer aus dem Trio Alex Manninger, Helge Payer und Jürgen Macho Österreichs EM-Torhüter sein soll, bezog Ivanschitz klar Stellung: "Bisher hatte jeder seine Chance, und das war gut so. Ich denke jedoch, es ist wichtig, dass in den abschließenden Tests gegen Nigeria und Malta Ende Mai in Graz bereits der EM-Torwart spielen sollte."

Ivanschitz will weiter im Ausland spielen
Wo der von Red Bull Salzburg an Panathinaikos Athen verliehene ÖFB-Teamkapitän nächste Saison spielen wird, ist noch nicht klar. Er wäre nicht abgeneigt, dies schon vor dem EM-Turnier zu wissen. "Andererseits könnte ich mich bei der EM auch noch mal präsentieren. Mal Abwarten. Ich will auf jeden Fall im Ausland bleiben, gerne auch in Athen. Auch die deutsche Bundesliga ist sicher attraktiv für mich, eine echte Herausforderung", sagte der Mittelfeldspieler. Eine Option könnte Hannover 96 sein. Dazu Ivanschitz, den die "Bullen" unter ihrem neuen Trainer Co Adriaanse gerne wieder in Salzburg sehen würden: "Es gab schon Kontakt, aber noch ist nichts konkret." (apa/red)

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14.4.2008 13:14
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