Idol Romario beendet langjährige Karriere:
42-jähriger Stürmer-Star hört endgültig auf
- Weltmeister von '94 spielte zuletzt für Vasco da Gama
- Brasilianer erzielte in seiner Karriere über 1.000 Tore

Romario, ehemaliges Fußball-Idol über die Grenzen Brasiliens hinaus, beendete seine ebenso lange wie großartige Spielerkarriere. "Es ist offiziell. Ich spiele nicht mehr, höre auf. Meine Zeit ist abgelaufen. Ich hatte viel Spaß", sagte der 42-Jährige in Rio de Janeiro.
Der ehemalige Weltklasse-Stürmer, der am 30. Jänner 1966 in Rio de Janeiro geboren wurde, hatte seit 4. November nicht mehr gespielt. Damals war er von Vasco da Gama gegen Internacional eingewechselt worden. "Ich habe seit damals drei oder vier Kilogramm zugenommen. In meinem Alter ist es schwierig, wieder die nötige Fitness zu erlangen", meinte Romario, der seine aktive Profi-Laufbahn dort beendete, wo 1985 alles begonnen hatte.
Umtriebiger Stürmer-Star
Vor 23 Jahren war der Goalgetter, der zwischen 1987 und 2005 73-mal den Teamdress der "selecao" getragen und dabei 56 Tore erzielt hat, von Vasco da Gama aus in die Fußball-Welt gezogen und hat diese im Sturm erobert. In seiner Heimat spielte er auch noch für Flamengo und Fluminense, später im Ausland war er für PSV Eindhoven, FC Barcelona und Valencia CF tätig.
Romarios Weg führte weiters nach Katar (Al Sadd), in die USA (Miami FC) und nach Australien (Adelaide United). "Die vergangenen 20 Jahre verliefen für mich überaus positiv. Jetzt bin ich glücklich, nicht mehr trainieren zu müssen, zu reisen und in Hotels zu leben", sagte Romario auf seine aktive Zeit als Kicker zurückblickend. Im vergangenen Mai hatte er sein großes Ziel, die magische Marke von 1.000 erzielten Toren (inklusive Nachwuchs) zu übertreffen, erreicht.
Weltmeistertitel 1994
Auch wenn diese stolze Bilanz vom Fußball-Weltverband (FIFA) nicht offiziell anerkannt wird, für Torjäger Romario war es ein Meilenstein seiner großartigen Laufbahn. Zu den Höhepunkten zählen auch die zwei WM-Teilnahmen 1990 und 1994, wobei er in den USA mit seinen fünf Toren großen Anteil am vierten WM-Titelgewinn Brasiliens hatte. Zur Visitenkarte gehört aber auch eine im Dezember 2007 wegen Verwendung eines Haarwuchsmittels ausgesprochene Dopingsperre, die aber später aufgehoben wurde.
(apa/red)
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