Sonntag, 20. April 2008

Rapid steht vor seinem 32. Meisterstück: Pacult stolz auf die Entwicklung des Vereins

  • Grün-Weißer Coach: "Sind auf einem guten Weg"
  • "Junge Spieler mit größerem Druck wie woanders"

Rapid steht unmittelbar vor dem 32. Meistertitel der Vereinsgeschichte. Die Wiener haben vor dem Heimspiel gegen Altach heute (15.30 Uhr LIVE auf news.at) vier Punkte Vorsprung auf Noch-Meister Salzburg. Rapid-Coach Peter Pacult ist deshalb verständlicherweise stolz über die Entwicklung beim Verein.

Pacult war im September 2006 von Dynamo Dresden auf die Trainerbank in Hütteldorf gewechselt und hatte den Klub in der ersten Saison auf Rang vier geführt, nun steht er vor seinem zweiten Titelgewinn als Trainer nach seinem Meisterschaftstriumph mit den 1860-München-Amateuren. Mit einer vorzeitigen Entscheidung zugunsten der Wiener hätte der Rapid-Coach niemals gerechnet. "Das ist nicht druckreif", antwortete er auf die Frage, was er vor der Saison zu dem jetzigen Verlauf gesagt hätte.

Der 48-Jährige ist jedenfalls stolz, in Hütteldorf einiges verbessert zu haben. "Ich habe aus der Mannschaft etwas entwickelt, vorwärtsbewegen können. Der Marktwert des Teams hat sich vom Sommer 2007 bis jetzt stark erhöht. Rapid hat wieder Spieler, die diesbezüglich einen Sprung gemacht haben", sagte Pacult. Positiv sei auch der vermehrte Einsatz von jungen Spielern wie Veli Kavlak (19 Jahre), Erwin Hoffer (21), Ümit Korkmaz (22), Christian Thonhofer (22) oder Andreas Dober (22). "Bei Rapid haben junge Spieler einen viel größeren Druck wie woanders", wies der Coach der Hütteldorfer hin.

Auf die Mischung kommt es an
Für den Erfolg verantwortlich sei aber auch die richtige Mischung. Spieler wie Kapitän Steffen Hofmann, Markus Heikkinen, Mario Tokic oder Branko Boskovic "fangen die jungen Spieler auf". Aber nicht nur aus sportlichen Gründen haben die Rapidler derzeit allen Grund zur Freude. "Die Zuschauer rennen uns die Bude ein, das Merchandising ist top, wir haben Zusatzeinnahmen. Das macht mich stolz, wir sind auf einem guten Weg."

Die Fans sind auch mit ein Grund, warum die Wiener wohl spätestens am 26. April ihren 32. Meistertitel feiern werden. In den letzten 15 Minuten erzielte der Rekordmeister in den bisherigen 34 Runden 21 Tore und kassierte nur 7 Treffer. Dadurch bleibt unter dem Strich ein Plus von sechs Punkten im Vergleich zu den Spielständen zu Beginn der letzten Viertelstunde. "Es ist etwas Schönes, wenn die letzten 15 Minuten eingeklatscht werden", betonte Hofmann. Dies sei aber nicht alleine der Grund für den Erfolg. "Wir haben sehr gut trainiert, sodass wir über 90 oder 95 Minuten topfit sind und immer noch ein Schäuferl drauflegen können."

(apa/red)

20.4.2008 07:41