Donnerstag, 17. April 2008

LASK kriegt Real als Geburtstagsgeschenk:
Zum 100-Jahr-Jubiläum kommen Superstars

  • 'Stolz, gegen so einen Spitzenclub spielen zu dürfen'
  • Vastic freut sich auf Wiedersehen mit 'weißem Ballett'

Zur Feier des 100-jährigen Bestehens hat sich beim österreichischen Fußball-Bundesligisten LASK Linz ein besonderer Gast angekündigt. Am Sonntag, dem 27. Juli treten die Oberösterreicher auf der Gugl in einem Freundschaftsspiel gegen Real Madrid an, wie LASK-Clubchef Peter-Michael Reichel ankündigte.

"Wir sind stolz, gegen so einen Spitzenclub spielen zu dürfen", erklärte Reichel. Der Kartenvorverkauf beginnt Anfang Juni, rund 18.000 Zuschauer werden für die Partie zugelassen sein. Ein kleines Fragezeichen aber bleibt in diesem Zusammenhang: Sollten die Linzer die Saison auf Platz vier beenden und anschließend im UI-Cup die erste Hürde nehmen, müssten sie am Real-Wochenende zum Drittrunden-Rückspiel im "Strohhalm-Bewerb" antreten. "Das könnte noch ein Problem werden", musste Reichel zugeben.

"Königliche" halten Trainingslager in Irdning ab
Selbst wenn dieses Szenario nicht eintritt, steht zu diesem Termin eine Bundesliga-Runde auf dem Programm. "In diesem Fall wäre der Plan, dass wir am Freitag auswärts spielen und dann am Sonntag gegen Real", sagte der LASK-Boss, der sich bei der Vermittlung der Partie bei den "Internationalen Fußball-Camps Steiermark" (IFCS) bedankte. Der spanische Rekordmeister, der von der FIFA zum besten Club des 20. Jahrhunderts ernannt wurde, logiert vom 21. Juli bis 1. August im Schlosshotel Pichlarn in Irdning. Das Match gegen den LASK ist das einzige Testspiel der "Königlichen" im Rahmen ihres Steiermark-Aufenthalts, zu dem 20 bis 25 spanischen Journalisten und ein eigenes TV-Team kommen.

Vastic freut sich auf Wiedersehen mit "Weißem Ballett
LASK-Kapitän Ivica Vastic hat mit Real bereits Erfahrungen gemacht - allerdings keine allzu guten. In Madrid brachte er im Oktober 1998 Sturm Graz in der Champions-League-Gruppenphase zwar 1:0 in Führung, die Spanier siegten aber noch 6:1. Im Rückspiel zwei Wochen später in Graz gingen die Steirer gegen das "Weiße Ballett" 1:5 unter. Dennoch freut er sich schon auf ein Wiedersehen mit dem Meistercup-Rekordsieger. "Das wird für jeden Spieler von uns eine einzigartige Erfahrung, gegen solche Stars zu spielen", meinte der 38-Jährige im Wiener Haas-Haus, wo er vor rund drei Jahren mit Reichel seinen Transfer zum LASK besiegelt hatte. "Die Geschichte des LASK hat hier neu begonnen", sagte Reichel.

Generalsanierung des Linzer Stadions
Unmittelbar nach der Partie gegen die Madrilenen beginnt die rund 25 Millionen teure Generalsanierung des Linzer Stadions. Parallel dazu laufen aber auch Gespräche über die Errichtung einer eigenen Fußball-Arena für den LASK. "Wir sind zuversichtlich, dass wir in rund acht Jahren in einem eigenen Stadion spielen können", meinte Reichel. Die Stadt Linz hat eine Zusage für eine Unterstützung von 10 Mio. Euro für dieses Projekt, dessen Gesamtkosten auf knapp 70 Mio. Euro geschätzt werden, gegeben. Auch das Land Oberösterreich greift dem ersten österreichischen Meister von außerhalb Wiens unter die Arme. Verhandlungen gibt es auch über eine Finanzspritze des Bundes sowie mit Partnern aus der Privatwirtschaft.

Doch nicht nur die endgültige Finanzierung, sondern auch der Standort für ein rund 20.000 Zuschauer fassendes Stadion ist noch nicht geklärt. "Wir wollen innerhalb von sechs bis zwölf Monaten wissen, wo wir bauen, dann werden alle anderen Prozesse wie zum Beispiel die Umweltverträglichkeitsprüfung in die Wege geleitet", kündigte Reichel an. (apa/red)


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17.4.2008 16:42