Klimaschutzgipfel geht in die zweite Runde:
Weiter klaffende Lücke auf Ziele von Kyoto
- Pröll will Durchgriffsrecht durch Klimaschutzgesetz
- Rechnungshof zweifelt Erreichen des Kyoto-Ziels an

·Klimaschutz-Entwurf kommt vor Sommer
Pröll verspricht "gerechte Verteilung der Lasten"
·Zusammenkunft der
Umweltverschmutzer
16 größte Industrieländer
beraten sich in Paris
Zum zweiten Mal treffen heute Politiker und Experten öffentlich aufeinander, um über die Herausforderungen des Klimaschutzes zu diskutieren. Die Problemstellungen sind mannigfaltig, ebenso die Forderungen: Im Vorfeld des heurigen Klimagipfels war etwa bekanntgeworden, dass sowohl Rechnungshof als auch Umweltbundesamt eine Erreichung des Kyoto-Ziels anzweifeln - nach den jüngsten Daten klafft weiter eine große Lücke von 22,3 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente.
Umweltminister Josef Pröll soll daher ein Durchgriffsrecht in Form eines Klimaschutzgesetzes bekommen, gefordert wird vonseiten der Umweltorganisationen, der Grünen und von Ökoenergielobbyisten aber auch eine taugliche Reform des Ökostromgesetzes. Die Autofahrerclubs wiederum verweisen heftig darauf, dass die Pkw-Besitzer schon genug zahlen, und wollen den Tanktourismus herausrechnen.
Als Redner sind neben Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und den Fachministern auch der Schweizer Umweltminister Moritz Leuenberger, der stellvertretende IV-Generaldirektor Peter Koren sowie die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb und der Ökonom Stefan Schleicher angesetzt.
(apa/red)
