Mittwoch, 16. April 2008

US-Präsident setzt auf neue Technologien:
Bush plant freiwilliges Klimaschutz-System

  • Verringerung der Treibhausgasemission in USA nötig
  • Verbindliche Festlegungen lehnt Bush aber weiter ab

In der Debatte über eine Verringerung der Treibhausgasemissionen in den USA lehnt Präsident George W. Bush verbindliche Festlegungen ab. Bush werde in einer Rede im Weißen Haus seine Ideen für ein freiwilliges Klimaschutzsystem vorstellen, sagte seine Sprecherin Dana Perino am Dienstag in Washington.

Der Präsident werde in seiner Rede hervorheben, dass für einen effektiven Klimaschutz Anreize für die Anwendung neuer, klimafreundlicher Technologien geschaffen werden müssten. Die Sprecherin bekräftigte zudem, dass Bush die derzeit im Kongress diskutierten Vorschläge für eine Begrenzung der Treibhausgasemissionen nicht mittragen könne, da sie der US-Wirtschaft schadeten.

Bush will "realistische" Ziele vorstellen
Der Präsident werde "realistische" mittel- und langfristige Ziele einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen in den USA beschreiben, erläuterte Perino. Dadurch werde sichergestellt, dass "alle großen Volkswirtschaften wie Frankreich, Deutschland, China und Indien" eine Rolle in einem internationalen Abkommen spielen müssten, "um einen Kyoto-Effekt zu vermeiden". Das Kyoto-Klimaschutzabkommen von 1997 hatte Schwellenländer wie China und Indien nicht in die Pflicht genommen. Es sei "wichtig, dass Unternehmen in anderen Ländern keinen Wettbewerbsvorteil gegenüber den USA" erhielten, betonte Perino.

Klimakonferenz in Paris
Bushs Ankündigung wird laut Perino im Zusammenhang stehen mit dem, was US-Vertreter bei einer Klimakonferenz am Donnerstag und Freitag in Paris vorstellen würden. In Paris kommen Vertreter aus den 16 Staaten zusammen, die zusammen für 80 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich sind.

(apa/red)

16.4.2008 08:26