Papst beendet USA-Besuch: Hillary Clinton verabschiedete Staatsgast am Flughafen
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- Papst besuchte Ground Zero - Gebet für 9/11-Opfer

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Nach einem sechstägigen Besuch hat Papst Benedikt XVI. die USA verlassen. Unter anderem verabschiedeten US-Vizepräsident Cheney und Hillary Clinton das Kirchenoberhaupt auf dem New Yorker John F. Kennedy-Flughafen. Unter dem Jubel vieler Gläubiger bestieg Benedikt eine Sondermaschine der Alitalia.
Zuvor hatte er bei einer Messe vor 60.000 Gläubigen in New York die Abtreibung verurteilt. Der Respekt vor dem Leben jedes einzelnen Menschen schließe auch den Schutz der Ungeborenen im Mutterleib ein. Zugleich rief er alle Christen auf, sich für die Armen und Schwachen stark zu machen sowie für diejenigen, "die keine Stimme haben" in der Gesellschaft. US-Medien feierten den Besuch des Pontifex überwiegend als Erfolg. "Er hat das Bild des vermeintlich so kühlen und harten Papstes korrigiert", meinte der amerikanische Vatikan-Experte John Allen.
Ein letzter Höhepunkt war das Gebet Benedikts für die Opfer der Terrorangriffe vom 11. September 2001. Der Papst kniete am "Ground Zero", dem Ort des Anschlags in Manhattan, für mehrere Minuten nieder und betete. "Wir bitten Dich in Deiner Güte, all denen, die hier starben, ewige Erleuchtung und Frieden zu geben", sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Er schloss die Täter, die die Anschläge unternommen hatten, mit in sein Gebet ein. "Führe diejenigen, deren Herzen und Seelen von Hass verzehrt werden, zu Deinem Weg der Liebe."
Zentrales Thema des Besuchs waren aber die sexuellen Missbrauchsfälle durch US-Priester, die die US-amerikanische Kirche seit Jahren tief erschüttert. Benedikt verlangte eine "Reinigung" der Kirche, Hilfe und Fürsorge für die Tausenden Opfer sowie alle Bemühungen, um eine Wiederholung ausschließen. Überwiegend begrüßt wurde es, dass er sich mit einer kleinen Gruppe von Opfern traf. Nach Angaben der "New York Times" plant der Vatikan eine Änderung des Kirchenrechts, um sexuelle Übergriffe durch Priester besser verfolgen zu können. Verbände der Opfer meinten, den Worten Benedikts müssten jetzt Taten folgen.
(APA/red)
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