Erneute Stimmenauszählung in Simbabwe:
'Ist eine Missachtung des Willens des Volkes'
- Opposition kritisiert Neuauszählungsentscheidung
- Manipulationsversuche von Mugabe werden befürchtet

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Die Opposition in Simbabwe hat die Neuauszählung der Wahlergebnisse vom 29. März scharf kritisiert. "Das ist eine Missachtung des Willens und der Wahl der Bevölkerung", sagte ein Sprecher der oppositionellen Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC).
Die Wahlkommission zählt die Stimmen in 23 von 210 Wahlbezirken neu aus; in 16 davon hatte die Regierungspartei ZANU-PF von Robert Mugabe bei der Parlamentswahl verloren. Dieser Prozess werde etwa drei Tage dauern, hieß es aus Kreisen der Behörde.
Im Parlament erhielt die Opposition die Stimmenmehrheit, das Ergebnis der Präsidentschaftswahl liegt noch nicht vor. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai beansprucht auch hier den Sieg für sich.
Westliche Beobachter und die Opposition befürchten, dass Mugabe die Verzögerung nutzen werde, um den Ausgang der Abstimmung zu seinen Gunsten zu manipulieren. Nach jüngsten Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch werden in Geheimgefängnissen der ZANU-PF Oppositionspolitiker und einfache Bürger gefoltert und eingeschüchtert, damit sie sich auf die Seite Mugabes stellten.
(APA/red)
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