Sarkozy sprüht vor Selbstzufriedenheit:
"Regieren ist viel einfacher als ich dachte"
- Frankreichs Präsident innenpolitisch aber unter Druck
- Drohung: "Der nächste, der aufmuckt, kann gehen"

Einen Monat vor dem ersten Jahrestag seiner Amtsübernahme hat der französische Präsident Nicolas Sarkozy eine höchst positive Bilanz seiner bisherigen Regierungszeit gezogen. "Ich will nichts beschönigen, aber regieren ist einfacher als ich dachte", sagte Sarkozy in einem Interview mit der Zeitschrift "Le Point".
"Seit (Staatspräsident Charles) de Gaulle hat es nicht mehr solche Reformaktivität gegeben. Im Unterschied zu meinen Vorgängern habe ich mein Programm durchgezogen", lobte er sich selbst. Er habe bisher nur neun Tage Streiks und zwei Tage Unruhen in den Vorstädten gehabt. Außerdem habe er keinen Gesetzentwurf zurückziehen müssen, fügte er hinzu. "Ich habe ein fantastisches Glück", sagte Sarkozy.
Entgegen der eigenen Einschätzung ist Sarkozy in den vergangenen Wochen innenpolitisch arg unter Druck geraten. Bei der jüngsten Kabinettssitzung habe er seine Minister ernsthaft ermahnt, Streitigkeiten einzustellen oder zumindest nicht in der Öffentlichkeit auszutragen, berichteten französische Medien. "Der nächste, der aufmuckt, kann gehen", soll Sarkozy gedroht haben. Sarkozy hat außerdem bei mehreren Sparankündigungen nach Protesten einen Rückzieher gemacht, zuletzt bei Rabattkarten für Familien bei der Bahn.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Erdbeben in Italien13:28
Österreich spürte BebenÜber 1.000 Menschen meldeten Erdstöße - sogar bis Linz und Wien spürbar
