Neue Gewaltwelle erschüttert den Irak:
45 Tote bei Selbstmordanschlag im Norden
- Attentäter ließ Bombe bei Trauerfeier detonieren
- Aktion richtete sich gegen von USA geführten Milizen

·Blutige Anschläge im Irak: 56 Todesopfer
Mehrere Sprengsätze: Dutzende Leute verletzt
·Neue Kommentare zur Irakinvasion 2003
Die wichtigsten Stimmen der europäischen Presse
Bei einem Selbstmordanschlag im Nordirak sind am Donnerstag mindestens 45 Menschen getötet worden. Der Attentäter sprengte sich inmitten einer Trauerzeremonie in dem sunnitischen Dorf Bu Mohammed in die Luft, wie ein örtlicher Polizeibeamter mitteilte. Zahlreiche Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen.
An der Zeremonie zum Gedenken an zwei getötete Milizionäre nahmen zahlreiche Dorfbewohner teil. Die sunnitische Miliz kämpft mit Unterstützung der USA gegen Al-Kaida-Mitglieder im Irak. Bu Mohammed befindet sich rund 120 Kilometer südlich der Erdölstadt Kirkuk.
Ein Überlebender des Anschlags berichtete, der Attentäter habe den an seinem Körper befestigten Sprengsatz in dem Trauerzelt zur Explosion gebracht. "Überall liegen blutüberströmte Leichen und Leichenteile herum", sagte er. Vonseiten der Polizei hieß es, vor der Zeremonie für die beiden getöteten Brüder sei anonym dazu aufgefordert worden, die Gedenkveranstaltung abzusagen. In der Nähe von Bu Mohammed befinden sich die Hamrin-Berge, die als Rückzugsgebiet von Kämpfern des Terrornetzwerkes Al Kaida gelten.
Zunahme der Gewalt
Der Norden des Irak hat in den vergangenen Wochen eine Zunahme der extremistischen Gewalt erlebt. Erst kürzlich kamen bei einem Bombenanschlag in Bakuba 40 Menschen ums Leben. Das US-Militär und die irakische Regierung macht dafür mit Al-Kaida verbündete sunnitische Rebellen verantwortlich, die aus anderen Landesteilen vertrieben worden seien.
(apa/red)
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