Regierungsgegener in Simbabwe verhaftet:
Mindestens 50 Streikende festgenommen
- Ärzte berichten von Schlägereien und Folterungen
- Wahlergebnisse immer noch nicht veröffentlicht

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"hoffnungsloser Fall"
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Afrika äußert kaum Kritik an Simbabwes Staatschef
In Simbabwe hat die Polizei im Zusammenhang mit einem landesweiten Generalstreik bis zu 50 Menschen festgenommen. Ihnen werde vorgeworfen, Straßen blockiert, Busse mit Steinen beworfen und sich bedrohlich verhalten zu haben, berichtete die staatliche Zeitung "Herald". Die Verdächtigen wurden Polizeiangaben zufolge in Harare und vier weiteren Städten festgenommen. Die Opposition hatte zum Generalstreik aufgerufen, um eine Veröffentlichung des Ergebnisses der Präsidentenwahl zu erzwingen.
Die Beteiligung an dem Generalstreik war vorerst gering und schien auch nicht zu wachsen. In der Hauptstadt Harare waren zwar einige Straßen blockiert, die meisten Geschäfte und Banken öffneten jedoch wie gewöhnlich.
Ärzte berichten von Folterungen
Mehr als 150 Menschen sind seit den Wahlen in Simbabwe Ende März mit Verletzungen aus Schlägereien und Folter von Ärzten behandelt worden. Ein Drittel der Patienten seien Frauen gewesen, erklärte die unabhängige Simbabwische Ärzteorganisation für Menschenrechte (ZADHR). Sie zählte insgesamt 157 Fälle von organisierter Gewalt und Folter auf; 30 der Patienten würden weiterhin im Krankenhaus behandelt. Die Hälfte dieser besonders stark verletzten Opfer stammte laut ZADHR aus der Oppositionshochburg Mudzi nordöstlich von Harare.
Die meisten Patienten wiesen demnach Verletzungen von stumpfen Schlägen, zumeist am Gesäß, auf. Neun Menschen seien mit gebrochenen Knochen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Einige von ihnen behalten laut den Ärzten bleibende Schäden. Die Ärzte riefen die politischen Parteien dazu auf, "Einschüchterungen, Gewalt und Folter" zu stoppen.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon forderte in New York erneut eine rasche Veröffentlichung des Ergebnisses der Präsidentenwahl, die bereits Ende März stattgefunden hatte. Er werde das Thema bei einem Treffen des Weltsicherheitsrats zur Sprache bringen, erklärte Ban.
Noch immer kein Ergebnis
Mehr als zwei Wochen nach der Präsidentenwahl hat die Wahlkommission in Simbabwe noch immer keine Ergebnisse vorgelegt. Unabhängigen Zählungen zufolge erhielt Oppositionsführer Morgan Tsvangirai die meisten Stimmen, muss sich aber einer Stichwahl stellen. Die Ergebnisse der Parlaments- und Kommunalwahlen, die am selben Tag stattfanden, wurden unmittelbar nach der Auszählung veröffentlicht. Die Parlamentswahl gewann die Opposition mit knapper Mehrheit.
Ein Richter in Harare sprach unterdessen einen Briten und einen Amerikaner von dem Vorwurf frei, ohne Akkreditierung über die Präsidentenwahl berichtet zu haben. Richterin Gloria Takwunda erklärte, die Behörden hätten keine Anhaltspunkte für ihre Anschuldigungen vorgelegt. Die beiden Journalisten, darunter ein Korrespondent der "New York Times", waren am 3. April festgenommen worden. Sie waren seit einer Woche gegen Kaution auf freiem Fuß, durften aber das Land nicht verlassen.(apa/red)
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