60 Exil-Tibeter bei Protest festgenommen:
Wollten in chinesische Botschaft vordringen
- Aufruf zur Demonstration bei Fackellauf in Neu Delhi
- 15.000 Polizisten sollen verkürzte Route absichern

·Exil-Tibeter klagen an: Mönche entführt
Chinesen melden Fund von Waffen in Klöstern
·Chinesische Führung zeigt sich ungerührt
Dalai Lama will mit China einen Dialog über Tibet
Vor dem olympischen Fackellauf in Neu Delhi haben Exil-Tibeter in der indischen Hauptstadt erneut versucht, die chinesische Botschaft zu stürmen. Den rund 60 Demonstranten, darunter auch Frauen, sei es aber nicht gelungen, auf das schwer gesicherte Botschaftsgelände vorzudringen. Sie seien noch vor der ersten Stacheldrahtbarriere festgenommen worden.
Exil-Tibeter waren im März in das Gelände der Botschaft eingedrungen. Die indische Botschafterin in Peking, Nirupama Rao, war daraufhin in das chinesische Außenministerium zitiert worden.
Aufruf zu Protesten
Exil-Tibeter haben für den Fackellauf in Neu Delhi zu Protesten aufgerufen. In Indien leben rund 100.000 Exiltibeter, mehr als in jedem anderen Land. Im nordindischen Dharamsala befindet sich der Sitz der tibetischen Exilregierung.
Seit dem 10. März, dem 49. Jahrestag des Aufstands der Tibeter gegen die chinesische Herrschaft 1959, die die Flucht ihres Führers, des Dalai Lama, nach sich zog, kommt es auch in Indien immer wieder zu antichinesischen Protesten. Proteste in der Autonomen Region Tibet und angrenzenden Provinzen hat Peking niedergeschlagen. Nach Angaben der chinesischen Behörden kamen bei den Unruhen 22 Menschen ums Leben. Die tibetische Exilregierung spricht jedoch von mindestens 140 Toten. Mehr als 1.000 Personen wurden verhaftet.
Fackellauf in Neu Delhi verkürzt
Aus Sicherheitsgründen haben die indischen Behörden die Länge des Fackellaufs in Neu Delhi von neun auf rund 2,5 Kilometer verkürzt. Rund 15.000 Polizisten sollen die Route absichern. Mindestens drei indische Fackelläufer haben ihre Teilnahme an der Veranstaltung inzwischen abgesagt.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Erdbeben in Italien13:28
Österreich spürte BebenÜber 1.000 Menschen meldeten Erdstöße - sogar bis Linz und Wien spürbar
