Mehrere extrem blutige Anschläge im Irak: Mindestens 48 Todesopfer bei Detonationen
- Dutzende Menschen bei zwei Attentaten verletzt
- Sechs Tote bei Feuergefecht mit den US-Soldaten

Bei einer verheerenden Serie von Autobombenanschlägen sind im Irak mindestens 56 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Es war einer der blutigsten Tage im Irak seit Monaten. Betroffen waren vor allem die Städte Bakuba und Ramadi, beides Hochburgen sunnitischer Extremisten. In dem Gebiet war die Gewalt in jüngster Vergangenheit merklich abgeflaut, seit Stammesführer gemeinsam mit US-Soldaten gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida im Irak vorgehen. Die Verantwortlichen für die Anschläge wurden in Reihen der Al-Kaida vermutet.
Der folgenschwerste Anschlag ereignete sich in Bakuba in der Provinz Diayala, wo nach Behördenangaben mindestens 38 Menschen getötet wurden. Ein mit Sprengstoff beladener Wagen war in der Nähe eines Restaurants, eines Behörden- und eines Gerichtsgebäudes im Stadtzentrum abgestellt worden. Der Anschlag ereignete sich kurz vor Mittag. Diyala ist schon seit einigen Monaten neben Bagdad die Provinz, in der sich am häufigsten Terroranschläge ereignen.
Etwa zur gleichen Zeit wie in Bakuba detonierte in Ramadi ein Auto vor einem Kebab-Restaurant. 14 Menschen wurden getötet, 14 wurden verletzt.
Auch die Hauptstadt blieb nicht verschont. In Bagdad detonierte eine Autobombe, die einen Polizeiwagen zum Ziel hatte. Getötet wurden vier Passanten, 15 weitere Personen wurden verletzt.
US-Luftwaffe tötet sechs Menschen
Im Bagdader Stadtteil Madinat al-Sadr (Sadr City), einer Hochburg schiitischer Extremisten, tötete die US-Luftwaffe sechs Menschen bei einem Angriff, knapp 30 weitere sollen verletzt worden sein. Zuvor war nach offiziellen Angaben eine Gruppe amerikanischer Soldaten unter Beschuss geraten. Laut irakischer Polizei befanden sich zwei Buben unter den Toten. Die US-Militärführung erklärte dagegen, es habe keine zivilen Opfer gegeben.
Aus Sicherheitskreisen hieß es, in der nördlichen Stadt Mossul hätten Terroristen ein Haus gestürmt und einen Mann und drei Frauen getötet. Andernorts hätten Unbekannte in der Stadt eine Anwältin und ihre Schwester aus einem Auto heraus erschossen.
(apa/red)
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